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IATA-konform
IATA-konform bezeichnet die Einhaltung der Vorgaben und Standards der International Air Transport Association (IATA) für den Luftfrachtverkehr. Sie stellt sicher, dass Sendungen den geltenden Anforderungen für Transport, Kennzeichnung und Dokumentation im internationalen Luftverkehr entsprechen.
Die IATA veröffentlicht verbindliche Regelwerke für den sicheren und effizienten Transport von Gütern, insbesondere von Gefahrgut, Spezialfracht und temperatursensiblen Waren. IATA-konforme Prozesse erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Versendern, Speditionen, Fluggesellschaften und Behörden und tragen zu einer reibungslosen Abfertigung bei. Automatisierte Mess- und Identifikationssysteme unterstützen dabei, die erforderlichen Transportdaten vollständig und fehlerfrei bereitzustellen.
Praxisbeispiel:
Vor der Übergabe einer Luftfrachtsendung werden Abmessungen, Gewicht und Gefahrgutkennzeichnungen automatisch geprüft, damit die Sendung IATA-konform abgefertigt werden kann.
Siehe auch: Advanced Freight Data, Gefahrgutlabel, Luftfracht, Sendungsverfolgung, Transportvorschriften, Zollabwicklung, Zollanmeldung, Zollsystem
Identifikation
Die Identifikation umfasst die eindeutige Erkennung und Zuordnung von Waren, Objekten, Sendungen oder Ladungsträgern innerhalb logistischer Prozesse. Sie bildet die Grundlage für eine transparente Nachverfolgung und die automatisierte Steuerung von Abläufen.
In der Logistik erfolgt die Identifikation häufig über Technologien wie Barcodes, RFID, OCR oder kamerabasierte Systeme. Die erfassten Informationen ermöglichen die automatische Zuordnung von Packstücken, Paletten oder Behältern und werden an ERP-, WMS- und TMS-Systeme weitergegeben. Eine zuverlässige Identifikation reduziert Fehler, beschleunigt Prozesse und schafft die notwendige Datenbasis für automatisierte Materialflüsse und eine durchgängige Traceability.
Praxisbeispiel:
Beim Durchlauf einer Messstation wird eine Palette automatisch über ihren Barcode identifiziert und die zugehörigen Abmessungs- und Gewichtsdaten werden dem richtigen Auftrag zugeordnet.
Siehe auch: Auto-ID, Barcode, Datenerfassung, OCR (Optical Character Recognition), RFID (Radio-Frequency Identification), SSCC (Serial Shipping Container Code), Track & Trace, Traceability
In-Motion-Messung
Die In-Motion-Messung bezeichnet die automatische Erfassung von Messdaten an Packstücken oder Ladeeinheiten während ihrer Bewegung. Sie ermöglicht die gleichzeitige Vermessung, Verwiegung und Identifikation, ohne den Materialfluss zu unterbrechen.
In der Intralogistik kommt die In-Motion-Messung vor allem in DWS-Systemen zum Einsatz, die Abmessungen, Gewicht und Identifikationsdaten in einem einzigen Durchlauf erfassen. Moderne Sensorik und intelligente Auswertungsverfahren gewährleisten auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten präzise Messergebnisse. Dadurch werden Durchsatz, Datenqualität und Prozesseffizienz erhöht, während manuelle Eingriffe auf ein Minimum reduziert werden.
Praxisbeispiel:
Auf einer Paketförderanlage werden Sendungen während der kontinuierlichen Bewegung automatisch vermessen, gewogen und per Barcode identifiziert, ohne dass der Förderprozess angehalten werden muss.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Dynamische Vermessung, Fördergeschwindigkeit, Gewichtserfassung, Sensorik, Stammdatenerfassung
Industrie 4.0
Industrie 4.0 bezeichnet die intelligente Vernetzung von Maschinen, Anlagen, Produkten und IT-Systemen innerhalb industrieller Produktions- und Logistikprozesse. Sie ermöglicht den kontinuierlichen Austausch von Daten und die automatisierte Steuerung sowie Optimierung von Abläufen.
Kennzeichnend für Industrie 4.0 sind Technologien wie Sensorik, Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen und digitale Zwillinge. Durch die Vernetzung entstehen transparente Prozesse, die sich in Echtzeit überwachen, analysieren und an veränderte Anforderungen anpassen lassen. In der Logistik verbessert Industrie 4.0 unter anderem die Materialflusssteuerung, die Bestandsverwaltung und die automatisierte Stammdatenerfassung.
Praxisbeispiel:
In einem automatisierten Distributionszentrum tauschen Fördertechnik, DWS-Systeme und Lagerverwaltungssystem kontinuierlich Daten aus, um Materialflüsse selbstständig zu steuern und Engpässe frühzeitig zu vermeiden.
Siehe auch: Digital Twin, Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI), Materialfluss, Prozessoptimierung, Sensorik, Smart Factory, Stammdatenerfassung
Infrarotfächerscanner (Tastender-Laser-Scanner)
Ein Infrarotfächerscanner (Tastender-Laser-Scanner) ist ein optisches Messsystem zur berührungslosen Erfassung von Konturen, Abständen und Objektpositionen. Er nutzt einen fächerförmig ausgesendeten Laserstrahl, um Objekte zuverlässig zu erkennen und deren Lage oder Abmessungen zu bestimmen.
Infrarotfächerscanner werden in der Förder- und Lagertechnik sowie in automatisierten Messsystemen eingesetzt. Sie erfassen Objekte mit hoher Geschwindigkeit und Präzision und unterstützen Anwendungen wie die Dimensionserfassung, Anwesenheitskontrolle oder Kollisionsvermeidung. Durch ihre robuste Bauweise und schnelle Datenerfassung eignen sie sich besonders für den kontinuierlichen Einsatz in anspruchsvollen Industrie- und Logistikumgebungen.
Praxisbeispiel:
Auf einer Förderstrecke erkennt ein Infrarotfächerscanner die Konturen ankommender Packstücke und übergibt die Messdaten an das DWS-System, damit die Sendungen automatisch vermessen werden können.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Abstandssensor, Dimensionserfassung, DWS, Fördertechnik, Laserscanner, Objekterkennung, Sensorik
Instandhaltung
Instandhaltung umfasst alle Maßnahmen zur Sicherstellung, Wiederherstellung und Verbesserung der Funktionsfähigkeit technischer Anlagen, Maschinen und Systeme. Sie beinhaltet Tätigkeiten wie Wartung, Inspektion, Reparatur und Optimierung, um eine zuverlässige Verfügbarkeit sicherzustellen.
In der Logistik und Automatisierung ist eine strukturierte Instandhaltung entscheidend für den störungsfreien Betrieb von Fördertechnik, Messsystemen, Sensorik und automatisierten Anlagen. Durch regelmäßige Prüfungen, Zustandsüberwachung und vorbeugende Maßnahmen können Ausfälle reduziert und die Lebensdauer von Komponenten verlängert werden. Digitale Instandhaltungskonzepte nutzen Prozessdaten und Anlageninformationen, um Wartungsmaßnahmen gezielt zu planen und effizient durchzuführen.
Praxisbeispiel:
Ein Servicetechniker überprüft regelmäßig die Sensoren und mechanischen Komponenten einer automatisierten Vermessungsanlage, um deren zuverlässigen Betrieb sicherzustellen.
Siehe auch: Automatisierung, Dokumentation, Prozesssicherheit, Qualitätssicherung, Sensorik, Validierung, Wartung, Zustandsüberwachung
Integrationsschnittstelle
Eine Integrationsschnittstelle ist eine standardisierte Verbindung zum automatischen Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Software- oder Hardwaresystemen. Sie ermöglicht die nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit verschiedener Anwendungen innerhalb einer digitalen Systemlandschaft.
Integrationsschnittstellen übertragen Informationen wie Stammdaten, Messwerte, Aufträge oder Statusmeldungen zwischen Systemen, beispielsweise zwischen DWS-Systemen, Lagerverwaltungs-, ERP- oder Transportmanagementsystemen. Dabei kommen je nach Anwendung standardisierte Protokolle, APIs oder Middleware-Lösungen zum Einsatz. Eine leistungsfähige Integrationsschnittstelle reduziert manuelle Dateneingaben, verbessert die Datenqualität und sorgt für durchgängige, automatisierte Geschäftsprozesse.
Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung einer Sendung überträgt die Integrationsschnittstelle alle Mess- und Identifikationsdaten in Echtzeit an das Lagerverwaltungssystem und das ERP-System.
Siehe auch: API, Datenaustausch, DWS, ERP-System, Lagerverwaltungssystem (LVS), Stammdatenerfassung, Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS)
Intermodaler Transport
Der Intermodaler Transport umfasst die Beförderung von Waren mit mehreren unterschiedlichen Verkehrsträgern innerhalb einer Transportkette, wobei die Ladeeinheit wie Container, Wechselbehälter oder Trailer unverändert bleibt. Dadurch können verschiedene Transportarten miteinander kombiniert werden, ohne die Ware selbst umzuschlagen.
Beim intermodalen Transport werden beispielsweise Straße, Schiene, See- oder Luftverkehr miteinander verbunden. Digitale Transportmanagementsysteme, standardisierte Ladungsträger und transparente Frachtdaten unterstützen die Planung und Steuerung dieser komplexen Transportketten. Eine effiziente Kombination verschiedener Verkehrsträger ermöglicht eine flexible Logistikplanung und kann zur besseren Nutzung vorhandener Transportkapazitäten beitragen.
Praxisbeispiel:
Ein Container wird vom Hersteller per Lkw zu einem Terminal transportiert, anschließend per Bahn weiterbefördert und am Zielort wieder per Lkw zum Empfänger gebracht.
Siehe auch: Container, Lieferkette, Supply Chain Management (SCM), Supply Chain Visibility, Transportmanagementsystem (TMS), Transportoptimierung, Transportwege, Warenfluss
Intralogistik
Die Intralogistik umfasst die Organisation, Steuerung und Optimierung aller Material-, Waren- und Informationsflüsse innerhalb eines Unternehmens oder Standorts. Sie sorgt dafür, dass Güter zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitgestellt werden und interne Logistikprozesse effizient ablaufen.
Zur Intralogistik gehören unter anderem Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Produktion, Fördertechnik und Warenausgang. Moderne Intralogistik nutzt automatisierte Förderanlagen, Lagerverwaltungssysteme, autonome Transportsysteme sowie Sensorik und KI, um Prozesse zu beschleunigen und die Transparenz zu erhöhen. Eine zuverlässige Stammdatenerfassung bildet dabei die Grundlage für einen wirtschaftlichen und fehlerfreien Materialfluss.
Praxisbeispiel:
In einem Produktionsbetrieb transportieren Förderanlagen und autonome Fahrzeuge Material automatisch zwischen Wareneingang, Lager und Fertigung, während alle Bewegungen digital dokumentiert und gesteuert werden.
Siehe auch: Automatisierungsgrad, Fördertechnik, Lagerverwaltungssystem (LVS), Materialfluss, Prozessoptimierung, Smart Factory, Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)
IoT (Internet of Things)
Das Internet of Things (IoT) bezeichnet die Vernetzung physischer Geräte, Maschinen und Sensoren über digitale Kommunikationsnetzwerke. Es ermöglicht den automatischen Austausch von Daten sowie die Überwachung und Steuerung von Prozessen in Echtzeit.
Im industriellen Umfeld verbinden IoT-Technologien Sensoren, Messsysteme und Softwareplattformen zu einer durchgängigen digitalen Infrastruktur. Die erfassten Daten werden kontinuierlich analysiert und für die Prozesssteuerung, Wartung oder Optimierung genutzt. In der Logistik unterstützt das IoT unter anderem die automatische Stammdatenerfassung, die Überwachung von Materialflüssen und die transparente Nachverfolgung von Warenbewegungen.
Praxisbeispiel:
In einem Distributionszentrum senden vernetzte DWS-Systeme, Förderanlagen und Sensoren ihre Betriebs- und Messdaten kontinuierlich an eine zentrale Plattform, die Materialflüsse in Echtzeit überwacht und steuert.
Siehe auch: Digital Twin, Industrie 4.0, Intralogistik, Künstliche Intelligenz (KI), Materialfluss, Sensorik, Smart Factory, Stammdatenerfassung
Irregs
Irregs ist die in der Logistik gebräuchliche Kurzbezeichnung für Irregular Shipments und bezeichnet Sendungen mit unregelmäßiger Form, Größe oder Beschaffenheit. Sie können nicht oder nur eingeschränkt über standardisierte Förder- und Sortieranlagen transportiert werden.
Zu den Irregs zählen beispielsweise sperrige Güter, Rollenware, Reifen, Möbel, lange Packstücke oder Sendungen mit überstehenden Konturen. Aufgrund ihrer Abmessungen oder Form erfordern sie häufig eine gesonderte Handhabung, manuelle Bearbeitung oder spezielle Fördertechnik. Die automatische Erkennung von Irregs mithilfe von 3D-Sensoren und KI-gestützter Bildverarbeitung ermöglicht eine frühzeitige Prozesssteuerung und verhindert Störungen im Materialfluss.
Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum erkennt ein KI-gestütztes Prüfsystem eine sperrige Sendung als Irreg und leitet sie automatisch auf eine separate Förderstrecke für Sondergüter um.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Deep Learning, Freiformerkennung, Künstliche Intelligenz (KI), Materialfluss, Objekterkennung, Paketsortierung, Sperrgut
IT-Sicherheit
IT-Sicherheit umfasst alle technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz von IT-Systemen, Netzwerken und Daten vor unbefugtem Zugriff, Manipulation, Verlust oder Ausfall. Sie stellt sicher, dass digitale Informationen vertraulich, verfügbar und zuverlässig verarbeitet werden können.
In Unternehmen schützt IT-Sicherheit sowohl klassische Anwendungen als auch vernetzte Automatisierungs- und Logistiksysteme. Dazu gehören unter anderem Zugriffskontrollen, Authentifizierung, Verschlüsselung, Datensicherung und regelmäßige Sicherheitsprüfungen. Besonders in der Industrie und Logistik ist eine zuverlässige Absicherung wichtig, da ERP-, WMS-, TMS- und DWS-Systeme zunehmend miteinander verbunden sind und sensible Prozessdaten austauschen.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikunternehmen schützt seine automatisierten Messsysteme durch rollenbasierte Benutzerrechte, sichere Netzwerkverbindungen und regelmäßige Updates gegen unbefugte Zugriffe.
Siehe auch: Authentifizierung, Benutzerverwaltung, Cybersecurity, Datenintegrität, Digitalisierung, Prozesssicherheit, Systemintegration, Zugriffskontrolle