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Datenanalyse
Datenanalyse beschreibt die systematische Untersuchung, Auswertung und Interpretation von Daten, um Zusammenhänge, Muster und Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. Sie schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen und die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen.
In der Logistik werden große Mengen an Prozess-, Mess- und Bewegungsdaten aus Systemen wie DWS, WMS, TMS oder Sensorik ausgewertet. Mithilfe statistischer Verfahren, Künstlicher Intelligenz und automatisierter Auswertungen lassen sich beispielsweise Durchsatz, Auslastung, Fehlerquellen oder Prozessabweichungen erkennen. Eine gezielte Datenanalyse unterstützt Unternehmen dabei, Abläufe transparenter zu gestalten, Ressourcen effizienter einzusetzen und zukünftige Entwicklungen besser vorherzusagen.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikzentrum analysiert die Mess- und Bewegungsdaten seiner Förderanlage, um Engpässe zu erkennen und die Anlagenleistung gezielt zu optimieren.
Siehe auch: Big Data, Datenintegrität, DWS, Künstliche Intelligenz (KI), Predictive Analytics, Prozessoptimierung, Sensorik, Supply Chain Visibility
Datenaustausch
Datenaustausch umfasst die Übertragung und gemeinsame Nutzung von Informationen zwischen verschiedenen Systemen, Anwendungen oder Geräten. Er ermöglicht eine durchgängige Verarbeitung von Daten und die automatisierte Zusammenarbeit digitaler Prozesse.
In der Logistik ist ein zuverlässiger Datenaustausch entscheidend für die Vernetzung von ERP-, WMS-, TMS- und Automatisierungssystemen. Über Schnittstellen werden beispielsweise Auftragsdaten, Stammdaten, Messwerte, Statusinformationen oder Versanddaten zwischen den beteiligten Systemen übertragen. Ein strukturierter Datenaustausch reduziert manuelle Eingaben, verbessert die Datenqualität und schafft die Grundlage für transparente sowie effiziente Prozessabläufe.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System überträgt automatisch erfasste Abmessungen, Gewicht und Identifikationsdaten an das Transportmanagementsystem, damit die Sendung ohne manuelle Nachbearbeitung weiterverarbeitet werden kann.
Siehe auch: Datenerfassung, Datenintegrität, Datenschnittstelle, Digitalisierung, ERP-System, Systemintegration, Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS)
Datenbrille
Datenbrille ist eine digitale Brille, die Informationen direkt im Sichtfeld des Anwenders darstellt und dadurch eine Unterstützung bei manuellen Arbeitsprozessen ermöglicht. Sie verbindet reale Umgebungen mit digitalen Informationen und schafft eine situationsbezogene Assistenz.
In der Logistik wird die Datenbrille beispielsweise bei Kommissionierung, Wartung und Montage eingesetzt. Über eingeblendete Informationen können Mitarbeitende Arbeitsanweisungen, Produktdaten oder Prozessinformationen direkt am Einsatzort abrufen. In Verbindung mit digitalen Systemen unterstützt sie eine effiziente, fehlerarme Bearbeitung von Aufgaben und ermöglicht neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion.
Praxisbeispiel:
Ein Servicemitarbeiter nutzt eine Datenbrille, um während der Wartung einer Anlage digitale Anleitungen und technische Informationen direkt im Sichtfeld angezeigt zu bekommen.
Siehe auch: Automatisierung, Datenanalyse, Digitalisierung, Pick-by-Voice, Pick-by-Vision, Sensorik, Systemintegration, Visualisierung
Datenerfassung
Datenerfassung umfasst die Aufnahme, Sammlung und Speicherung von Informationen aus physischen oder digitalen Prozessen. Sie bildet die Grundlage für die weitere Verarbeitung, Analyse und Steuerung automatisierter Abläufe.
In der Logistik werden Daten beispielsweise durch Scanner, Sensoren, Kameras, DWS-Systeme oder RFID-Technologien erfasst. Dazu gehören Informationen wie Abmessungen, Gewicht, Identifikationsmerkmale, Zustände oder Bewegungsdaten von Waren und Ladungsträgern. Die automatisierte Datenerfassung reduziert manuelle Eingaben, verbessert die Datenqualität und ermöglicht eine transparente Steuerung von Lager-, Transport- und Versandprozessen. In Verbindung mit ERP-, WMS- und TMS-Systemen entsteht eine durchgängige digitale Prozesskette.
Praxisbeispiel:
Beim Durchlauf eines Pakets durch eine Messstation werden Barcode, Abmessungen und Gewicht automatisch erfasst und für Versand, Sortierung und Frachtabrechnung bereitgestellt.
Siehe auch: Barcode, DWS, Identifikation, RFID (Radio-Frequency Identification), Sensorik, Stammdatenerfassung, Systemintegration, Track & Trace
Datenintegrität
Datenintegrität bezeichnet die Vollständigkeit, Richtigkeit und Konsistenz von Daten während ihres gesamten Lebenszyklus. Sie stellt sicher, dass Informationen unverändert, nachvollziehbar und zuverlässig gespeichert, verarbeitet und übertragen werden.
In der Logistik ist eine hohe Datenintegrität Voraussetzung für fehlerfreie Materialflüsse und automatisierte Prozesse. Sie wird durch standardisierte Datenerfassung, sichere Übertragungswege und Plausibilitätsprüfungen unterstützt. Präzise Stammdaten bilden die Grundlage für Transportplanung, Lagerverwaltung, Frachtabrechnung und eine durchgängige Rückverfolgbarkeit.
Praxisbeispiel:
Im Wareneingang werden die automatisch erfassten Stammdaten eines Packstücks geprüft und unverändert an alle angeschlossenen Systeme übermittelt, sodass nachgelagerte Prozesse auf einer einheitlichen Datenbasis arbeiten.
Siehe auch: Datenaustausch, DWS, Frachtdaten, Stammdatenerfassung, Supply Chain Management (SCM), Track & Trace, Traceability, Qualitätssicherung
Datenschnittstelle
Eine Datenschnittstelle ermöglicht den standardisierten Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen Software- oder Hardwaresystemen. Sie schafft die technische Verbindung, über die Daten automatisiert übertragen, verarbeitet und in nachgelagerten Prozessen genutzt werden können.
In der Logistik verbinden Datenschnittstellen beispielsweise DWS-Systeme, ERP-, WMS- und TMS-Lösungen sowie Automatisierungskomponenten miteinander. Über sie werden Auftragsdaten, Messwerte, Identifikationsinformationen und Statusmeldungen ausgetauscht. Eine zuverlässige Datenschnittstelle reduziert manuelle Eingaben, verbessert die Datenqualität und ermöglicht durchgängige digitale Prozessabläufe. Sie ist ein zentraler Bestandteil moderner, vernetzter Logistiksysteme.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System überträgt die ermittelten Abmessungen, das Gewicht und die Identifikationsdaten einer Sendung über eine Schnittstelle automatisch an das Transportmanagementsystem.
Siehe auch: Datenaustausch, Datenerfassung, Digitalisierung, ERP-System, Systemintegration, Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS), Datenintegrität
Datensicherheit
Datensicherheit alle technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz von Daten vor Verlust, Manipulation, unbefugtem Zugriff oder Beschädigung. Sie stellt sicher, dass Informationen zuverlässig gespeichert, verarbeitet und verfügbar gehalten werden.
In digitalen Logistikprozessen ist Datensicherheit besonders wichtig, da Systeme wie ERP, WMS, TMS und automatisierte Anlagen kontinuierlich Daten austauschen. Maßnahmen wie Zugriffskontrollen, Datensicherungen, Verschlüsselung und sichere Systemarchitekturen schützen sensible Prozess- und Unternehmensdaten. Eine hohe Datensicherheit unterstützt die zuverlässige Nutzung digitaler Lösungen und schafft Vertrauen in vernetzte Logistikprozesse.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikunternehmen schützt die von einem DWS-System erfassten Mess- und Sendungsdaten durch gesicherte Zugriffe und regelmäßige Datensicherungen.
Siehe auch: Authentifizierung, Cybersecurity, Datenintegrität, Datenaustausch, Digitalisierung, IT-Sicherheit, Systemintegration, Zugriffskontrolle
Deep Learning
Deep Learning ist ein Teilgebiet des Machine Learning, das auf künstlichen neuronalen Netzen mit mehreren Verarbeitungsebenen basiert. Es ermöglicht die automatische Erkennung komplexer Muster und Zusammenhänge in großen Datenmengen.
In der Logistik wird Deep Learning unter anderem für die Bildverarbeitung, Objekterkennung, Qualitätskontrolle und automatische Analyse von Packstücken eingesetzt. Die Algorithmen lernen aus umfangreichen Trainingsdaten und verbessern ihre Erkennungsgenauigkeit kontinuierlich. Dadurch lassen sich Prozesse automatisieren, Fehler reduzieren und Entscheidungen auf Basis präziser Daten unterstützen.
Praxisbeispiel:
Im Paketzentrum erkennt ein Deep-Learning-Modell beschädigte Kartons, fehlende Etiketten und überstehende Ladung automatisch während des Förderprozesses.
Siehe auch: Artificial Intelligence in Logistics, Computer Vision, Datenanalyse, Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning, Qualitätskontrolle, Stammdatenerfassung, 3D-Sensoren
Digital Twin (Digitaler Zwilling)
Ein Digital Twin (Digitaler Zwilling) ist ein digitales Abbild eines physischen Objekts, einer Anlage oder eines Prozesses. Er bildet den aktuellen Zustand anhand kontinuierlich erfasster Daten realitätsnah ab und ermöglicht dessen Analyse, Überwachung und Simulation.
Digitale Zwillinge verknüpfen Sensordaten mit virtuellen Modellen und werden in der Logistik zur Optimierung von Materialflüssen, Anlagen und Lagerprozessen eingesetzt. Durch die kontinuierliche Synchronisation mit realen Betriebsdaten lassen sich Abläufe analysieren, Veränderungen simulieren und Optimierungspotenziale frühzeitig erkennen. Dadurch können Entscheidungen auf einer aktuellen und belastbaren Datenbasis getroffen werden.
Praxisbeispiel:
Im Logistikzentrum bildet ein Digital Twin den Materialfluss in Echtzeit ab und simuliert die Auswirkungen geänderter Förderwege auf den gesamten Prozess.
Siehe auch: 3D-Daten, Datenanalyse, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz (KI), Materialfluss, Prozessoptimierung, Sensorik, Stammdatenerfassung
Digitalisierung
Digitalisierung umfasst die Umwandlung analoger Informationen, Prozesse und Geschäftsabläufe in digitale Daten und automatisierte Anwendungen. Sie schafft die Grundlage für eine effizientere Verarbeitung, Vernetzung und Nutzung von Informationen.
In der Logistik ermöglicht Digitalisierung die durchgängige Erfassung, Verarbeitung und Analyse von Prozessdaten. Sensorik, DWS-Systeme, Cloud-Anwendungen und vernetzte IT-Systeme schaffen Transparenz über Warenströme und ermöglichen automatisierte Entscheidungen. Durch die Integration von ERP-, WMS- und TMS-Lösungen lassen sich Abläufe optimieren, Ressourcen gezielter einsetzen und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Digitalisierung ist damit ein zentraler Treiber für moderne, datenbasierte Logistikprozesse.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikzentrum digitalisiert seine Versandprozesse, indem Vermessungs-, Gewichts- und Identifikationsdaten automatisch erfasst und ohne manuelle Eingabe an die verbundenen Systeme übertragen werden.
Siehe auch: Datenanalyse, DWS, Industrie 4.0, Intralogistik, Prozessautomatisierung, Sensorik, Systemintegration, Supply Chain Visibility
Dimensionierungssysteme
Dimensionierungssysteme sind Messsysteme zur automatischen Erfassung der Länge, Breite und Höhe von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten. Sie stellen präzise Dimensionsdaten für logistische Prozesse, die Stammdatenerfassung und die Frachtabrechnung bereit.
Je nach Anwendungsbereich arbeiten Dimensionierungssysteme mit Laserscannern, 3D-Sensoren oder kamerabasierten Messverfahren. Sie können stationär oder in Förderanlagen integriert sein und erfassen Objekte sowohl im Stillstand als auch während der Bewegung. Die gewonnenen Daten werden direkt an Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder ERP-Systeme übergeben und bilden die Grundlage für automatisierte Prozesse, eine optimale Laderaumplanung und eine hohe Datenqualität.
Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum vermisst ein Dimensionierungssystem jedes Versandpaket automatisch, damit Versandkosten korrekt berechnet und Förderprozesse ohne manuelle Eingriffe gesteuert werden können.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Automatische Vermessung, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht
Dimensionserfassung
Die Dimensionserfassung bezeichnet die Ermittlung der Länge, Breite und Höhe von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten. Sie dient als Grundlage für logistische Prozesse, die Stammdatenerfassung sowie die Berechnung von Transport- und Lagerkennzahlen.
Die Dimensionserfassung erfolgt manuell oder automatisiert mithilfe von 3D-Sensoren, Laserscannern oder kamerabasierten Messsystemen. In modernen Logistikzentren wird sie häufig in Förderanlagen integriert und mit der Gewichtserfassung sowie der Barcodeerkennung kombiniert. Präzise Dimensionsdaten ermöglichen eine effiziente Lagerplatzplanung, optimale Fahrzeugauslastung und eine fehlerfreie Frachtabrechnung.
Praxisbeispiel:
Vor der Einlagerung werden die Abmessungen jeder Palette automatisch erfasst, damit das Lagerverwaltungssystem den optimalen Stellplatz berechnen kann.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Automatische Vermessung, Dimensionierungssysteme, DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht
DIN EN ISO 9001
Die DIN EN ISO 9001 ist eine international anerkannte Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Sie legt Anforderungen fest, mit denen Unternehmen ihre Prozesse systematisch steuern, überwachen und kontinuierlich verbessern können.
Die Norm basiert auf einem prozessorientierten Ansatz und fördert unter anderem Kundenorientierung, risikobasiertes Denken sowie die kontinuierliche Verbesserung von Abläufen. Unternehmen mit einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 weisen nach, dass ihre Prozesse dokumentiert, nachvollziehbar und regelmäßig überprüft werden. In der Logistik trägt dies dazu bei, eine gleichbleibend hohe Produkt- und Dienstleistungsqualität sowie zuverlässige und transparente Arbeitsabläufe sicherzustellen.
Praxisbeispiel:
Bei einem Audit weist ein Logistikunternehmen anhand seines nach DIN EN ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystems nach, dass alle Prozesse von der Wareneingangsprüfung bis zum Versand dokumentiert und kontinuierlich verbessert werden.
Siehe auch: Audit, Dokumentation, Prozessoptimierung, Qualitätskontrolle, Qualitätsmanagement, Rückverfolgbarkeit, Stammdatenerfassung, Zertifizierung
Distributed Order Management (DOM)
Distributed Order Management (DOM) ist ein System zur intelligenten Steuerung und Verteilung von Kundenaufträgen über mehrere Lager-, Produktions- und Versandstandorte. Es ermittelt anhand definierter Regeln den optimalen Erfüllungsort für jeden Auftrag.
Ein DOM berücksichtigt unter anderem Lagerbestände, Lieferzeiten, Transportkosten, Prioritäten und verfügbare Kapazitäten. Dadurch können Bestellungen flexibel auf verschiedene Standorte verteilt und Lieferprozesse effizient koordiniert werden. Besonders im Omnichannel-Handel und in international vernetzten Logistiknetzwerken trägt Distributed Order Management dazu bei, Lieferzeiten zu verkürzen, Bestände besser auszunutzen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
Praxisbeispiel:
Ein Onlinehändler lässt ein DOM automatisch entscheiden, ob eine Bestellung aus einem Zentrallager, einer regionalen Niederlassung oder direkt aus einer Filiale versendet wird, um die schnellste Lieferung zu ermöglichen.
Siehe auch: ERP-System, Lagerverwaltungssystem (LVS), Omnichannel-Logistik, Prozessoptimierung, Supply Chain Management, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)
Dokumentation
Dokumentation umfasst die strukturierte Erfassung, Aufbewahrung und Bereitstellung von Informationen zu Produkten, Prozessen, Systemen oder Abläufen. Sie dient dazu, Wissen nachvollziehbar zu machen und eine einheitliche Grundlage für Betrieb, Prüfung und Weiterentwicklung zu schaffen.
In der Logistik und Automatisierung beinhaltet Dokumentation beispielsweise technische Unterlagen, Prozessbeschreibungen, Messdaten, Wartungsnachweise oder Versandinformationen. Digitale Dokumentationssysteme ermöglichen eine zentrale Verwaltung und unterstützen die Rückverfolgbarkeit von Vorgängen. Eine vollständige und aktuelle Dokumentation trägt zur Qualitätssicherung, Prozesssicherheit und Einhaltung gesetzlicher sowie kundenspezifischer Anforderungen bei.
Praxisbeispiel:
Für ein automatisiertes Vermessungssystem werden Inbetriebnahmeprotokolle, Prüfergebnisse und Wartungsinformationen digital dokumentiert und für spätere Nachweise gespeichert.
Siehe auch: Audit, Datenintegrität, Dokumentenhandling, Qualitätssicherung, Traceability, Validierung, Wartung, Zertifizierung
Dokumentenhandling
Das Dokumentenhandling umfasst die automatische Erstellung, Verarbeitung, Verwaltung und Bereitstellung von Dokumenten innerhalb logistischer und industrieller Prozesse. Es stellt sicher, dass alle relevanten Unterlagen vollständig, korrekt und zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sind.
Zum Dokumentenhandling gehören unter anderem die Erstellung, Zuordnung, Archivierung, Weiterleitung und Ausgabe von Versandetiketten, Lieferscheinen, Frachtbriefen, Zolldokumenten und weiteren prozessrelevanten Unterlagen. Durch die Integration in ERP-, WMS- und Transportmanagementsysteme werden Dokumente automatisiert mit den zugehörigen Aufträgen oder Sendungen verknüpft. Dies reduziert manuelle Arbeitsschritte, vermeidet Fehler und erhöht die Transparenz sowie Effizienz der gesamten Prozesskette.
Praxisbeispiel:
Nach Abschluss der automatischen Vermessung erstellt das System alle erforderlichen Versanddokumente, ordnet sie der Sendung zu und übermittelt sie digital an das Warehouse Management System.
Siehe auch: Datenerfassung, ERP-System, Frachtbrief, redtagger, Sendungsdokumentenhandling, Versandetikett, Warehouse Management System (WMS), Zollabwicklung
DWS System (Dimension-Weight-Scanning)
Ein DWS-System (Dimension-Weight-Scanning) ist ein automatisiertes Messsystem zur gleichzeitigen Erfassung von Abmessungen, Gewicht und Identifikationsdaten von Packstücken oder Ladeeinheiten. Es stellt die erforderlichen Daten für Logistikprozesse, Stammdatenerfassung und Frachtabrechnung in einem einzigen Erfassungsvorgang bereit.
Ein DWS-System kombiniert Dimensionserfassung, Gewichtserfassung und Barcode- oder OCR-Erkennung zu einer integrierten Lösung. Je nach Anwendungsbereich erfolgt die Datenerfassung im Stillstand oder während der Bewegung auf einer Förderanlage. Die gewonnenen Informationen werden unmittelbar an Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder ERP-Systeme übergeben und bilden die Grundlage für automatisierte Materialflüsse, eine hohe Datenqualität und transparente Versandprozesse.
Praxisbeispiel:
Auf einer automatisierten Förderstrecke erfasst ein DWS-System jedes Versandpaket in wenigen Sekunden und übermittelt sämtliche Mess- und Identifikationsdaten direkt an das Transportmanagementsystem.
Siehe auch: Automatische Vermessung, Barcode, Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht
Dynamische Vermessung
Die dynamische Vermessung bezeichnet die Erfassung der Abmessungen von Packstücken oder Ladeeinheiten während ihrer Bewegung. Sie ermöglicht eine präzise und automatisierte Dimensionsbestimmung ohne Unterbrechung des Materialflusses.
Für die dynamische Vermessung kommen je nach Anwendung 3D-Sensoren, Laserscanner oder kamerabasierte Messsysteme zum Einsatz, die auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten zuverlässige Messergebnisse liefern. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil moderner DWS-Systeme und unterstützt Unternehmen dabei, große Mengen an Sendungen effizient zu erfassen, Prozesse zu automatisieren und eine hohe Datenqualität sicherzustellen.
Praxisbeispiel:
In einem Paketverteilzentrum werden mehrere tausend Sendungen pro Stunde während der Fahrt über die Förderanlage automatisch vermessen, ohne dass der Materialfluss angehalten werden muss.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Automatische Vermessung, Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Fördergeschwindigkeit, Statische Vermessung