Detailaufnahme einer Kameralinse mit blauem Hintergrund

Glossar

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Folienschwänze

Folienschwänze sind überstehende Enden von Stretch- oder Verpackungsfolien, die nach dem Wickeln oder Sichern von Ladeeinheiten verbleiben. Sie entstehen durch überschüssiges Folienmaterial und können die Kontur sowie die Handhabung einer Ladeeinheit beeinflussen.

In der Logistik treten Folienschwänze insbesondere bei palettierten Waren auf, die mit Stretchfolie gesichert werden. Bei automatisierten Prozessen können sie durch Sensorik, Kamerasysteme oder Konturprüfungen erkannt werden, da sie zu Abweichungen bei der Vermessung, beim Transport oder bei automatisierten Einlagerungs- und Förderprozessen führen können. Eine zuverlässige Erkennung unterstützt die Prozesssicherheit und verhindert Störungen im Materialfluss.

Praxisbeispiel:
Ein Konturprüfsystem erkennt einen seitlich herausragenden Folienschwanz an einer Palette und verhindert dadurch eine mögliche Kollision in einer automatisierten Förderanlage.

Siehe auch: Automatisierung, Konturprüfung, Materialfluss, Palettenmanagement, Prozesssicherheit, Sensorik, Stretchfolie, Warenausgang

Fördergeschwindigkeit

Die Fördergeschwindigkeit beschreibt die Geschwindigkeit, mit der Packstücke, Paletten oder andere Ladeeinheiten innerhalb eines Fördersystems transportiert werden. Sie ist eine wesentliche Kenngröße für die Leistungsfähigkeit und Auslegung automatisierter Materialflüsse.

Die Fördergeschwindigkeit beeinflusst den Durchsatz, die Taktzeiten sowie die Anforderungen an Sensorik und Messsysteme. Moderne Dimensionierungs- und DWS-Systeme sind darauf ausgelegt, Objekte auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten präzise zu erfassen, ohne den Materialfluss zu unterbrechen. Die optimale Geschwindigkeit hängt von Faktoren wie Fördertechnik, Produktbeschaffenheit und den Anforderungen an Messgenauigkeit und Prozesssicherheit ab.

Praxisbeispiel:
In einem Sortierzentrum werden Pakete mit hoher Fördergeschwindigkeit transportiert, während ein DWS-System ihre Abmessungen, ihr Gewicht und den Barcode in einem einzigen Durchlauf erfasst.

Siehe auch: Dimensionserfassung, DWS, Dynamische Vermessung, Erfassungsgenauigkeit, Fördertechnik, Materialfluss, Sensorik, Taktzeit

Fördertechnik

Die Fördertechnik umfasst alle technischen Einrichtungen und Systeme zum automatisierten oder manuellen Transport von Waren, Gütern und Ladeeinheiten innerhalb logistischer und industrieller Prozesse. Sie ermöglicht einen effizienten, kontinuierlichen und sicheren Materialfluss.

Zur Fördertechnik gehören unter anderem Rollenförderer, Gurtförderer, Kettenförderer, Hub- und Senkvorrichtungen sowie automatische Transportsysteme. In modernen Logistikanlagen ist die Fördertechnik eng mit Sensorik, Steuerungstechnik und digitalen Systemen wie WMS, TMS und DWS verbunden. Dadurch können Waren automatisch erkannt, vermessen, sortiert und zielgerichtet weitergeleitet werden. Eine optimal ausgelegte Fördertechnik steigert den Durchsatz und erhöht die Prozesssicherheit.

Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum transportiert eine Förderanlage Sendungen automatisch durch die Messstation, wo Abmessungen, Gewicht und Identifikationsdaten erfasst werden, bevor die Sortierung erfolgt.

Siehe auch: Automatisierung, DWS, Intralogistik, Materialfluss, Sortiersystem, Transporttechnik, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss

Fortgeschrittene Frachtdaten

Fortgeschrittene Frachtdaten (Advanced Freight Data, AFD) sind standardisierte Informationen zu einer Sendung, die bereits vor deren Eintreffen elektronisch an Behörden, Spediteure oder Logistikdienstleister übermittelt werden. Sie dienen der frühzeitigen Risikoanalyse, Zollabwicklung und Planung logistischer Prozesse.

Fortgeschrittene Frachtdaten umfassen unter anderem Angaben zu Versender, Empfänger, Wareninhalt, Gewicht, Abmessungen, Transportweg und Identifikationsnummern. Die frühzeitige Bereitstellung dieser Informationen beschleunigt Zollverfahren, verbessert die Transparenz entlang der Lieferkette und unterstützt die effiziente Steuerung internationaler Warenströme. Moderne Logistiksysteme erzeugen und verarbeiten diese Daten automatisiert und integrieren sie in ERP-, TMS- oder Zollsysteme.

Praxisbeispiel:
Vor dem Eintreffen einer Luftfrachtsendung werden die fortgeschrittenen Frachtdaten elektronisch an die Zollbehörden übermittelt, damit die Sendung schneller abgefertigt und ohne Verzögerung weitertransportiert werden kann.

Siehe auch: Advanced Freight Data, Frachtdaten, Supply Chain Management, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss, Zollabwicklung, Zollanmeldung, Zollsystem

Fracht

Fracht bezeichnet die Güter oder Waren, die mit einem Transportmittel von einem Versandort zu einem Bestimmungsort befördert werden. Sie bildet die Grundlage logistischer Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse.

Je nach Transportweg wird Fracht per Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug befördert und kann aus einzelnen Paketen, Paletten, Containern oder kompletten Ladeeinheiten bestehen. Für eine effiziente Planung und Abwicklung werden Informationen wie Abmessungen, Gewicht, Volumen und Identifikationsdaten erfasst und in digitale Logistiksysteme übernommen. Präzise Frachtdaten ermöglichen eine optimale Auslastung von Transportmitteln, eine zuverlässige Sendungsverfolgung und eine wirtschaftliche Frachtabrechnung.

Praxisbeispiel:
Vor der Verladung auf einen Sattelauflieger werden sämtliche Frachteinheiten automatisch vermessen und gewogen, damit die Beladung optimal geplant und die Transportkapazität bestmöglich genutzt werden kann.

Siehe auch: Frachtabrechnung, Frachtdaten, Frachtvermessung, Güter, Ladungsträger, Materialfluss, Sendungsverfolgung, Volumengewicht

Frachtabrechnung

Die Frachtabrechnung bezeichnet die Berechnung und Abrechnung der Kosten für den Transport von Waren oder Ladeeinheiten. Sie basiert auf vertraglich vereinbarten Tarifen sowie den erfassten Transport- und Frachtdaten.

Für eine korrekte Frachtabrechnung werden unter anderem Gewicht, Abmessungen, Volumengewicht, Transportstrecke und Zusatzleistungen berücksichtigt. Moderne DWS-Systeme liefern diese Daten automatisiert und mit hoher Genauigkeit, wodurch manuelle Eingaben reduziert und Abrechnungsfehler vermieden werden. Eine transparente Frachtabrechnung schafft Nachvollziehbarkeit für Versender, Speditionen und Empfänger und bildet die Grundlage für eine faire Kostenverteilung.

Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Verwiegung einer Sendung berechnet das Transportmanagementsystem die Frachtkosten auf Basis der erfassten Messdaten und des vereinbarten Tarifs.

Siehe auch: Abrechnungszwecke, DWS, Eichfähigkeit, Fracht, Frachtdaten, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Volumengewicht

Frachtbrief

Der Frachtbrief ist ein Transportdokument, das die wesentlichen Informationen zu einer Warensendung, dem Transportauftrag und den beteiligten Parteien enthält. Er dient als Nachweis über die Übernahme, Beförderung und Ablieferung von Gütern.

Ein Frachtbrief enthält unter anderem Angaben zu Absender, Empfänger, Transportgut, Gewicht, Menge und besonderen Transportbedingungen. Je nach Transportart kommen unterschiedliche Formen wie der CMR-Frachtbrief im Straßengüterverkehr oder elektronische Dokumente zum Einsatz. In digitalen Logistikprozessen können Informationen aus DWS-Systemen, ERP- und Transportmanagementsystemen automatisch übernommen werden, um eine korrekte Dokumentation und effiziente Abwicklung sicherzustellen.

Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Gewichtserfassung einer Palette werden die ermittelten Frachtdaten für die Erstellung des elektronischen Frachtbriefs genutzt.

Siehe auch: Datenerfassung, Dokumentenhandling, Frachtdaten, Frachtabrechnung, Sendungsdokumentenhandling, Transportmanagementsystem (TMS), Versand, Zollabwicklung

Frachtdaten

Frachtdaten sind alle Informationen, die eine Sendung oder Ladeeinheit eindeutig beschreiben und für deren Transport erforderlich sind. Sie dienen der Planung, Steuerung, Dokumentation und Abrechnung logistischer Prozesse.

Zu den Frachtdaten gehören unter anderem Abmessungen, Gewicht, Volumengewicht, Identifikationsmerkmale, Versand- und Empfängerinformationen sowie transportrelevante Angaben. Moderne DWS-Systeme und Identifikationstechnologien erfassen diese Daten automatisiert und übermitteln sie direkt an Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder ERP-Systeme. Vollständige und fehlerfreie Frachtdaten erhöhen die Transparenz entlang der Lieferkette und bilden die Grundlage für effiziente und wirtschaftliche Logistikprozesse.

Praxisbeispiel:
Vor dem Versand einer Maschinenkomponente werden alle Frachtdaten automatisch erfasst und an das Transportmanagementsystem übergeben, damit der Transport ohne zusätzliche manuelle Dateneingaben abgewickelt werden kann.

Siehe auch: DWS, Fracht, Frachtabrechnung, Frachtvermessung, Stammdatenerfassung, Transportmanagementsystem (TMS), Volumengewicht, Warenfluss

Frachtumschlag

Der Frachtumschlag bezeichnet das Be- und Entladen sowie das Umladen von Waren zwischen verschiedenen Transportmitteln oder Lagerbereichen. Er ist ein zentraler Prozess innerhalb der Transport- und Intralogistik.

Ein effizienter Frachtumschlag setzt transparente Materialflüsse und präzise Stammdaten voraus. Automatische Identifikations-, Vermessungs- und Wiegesysteme unterstützen die schnelle Erfassung der Fracht, reduzieren manuelle Arbeitsschritte und erhöhen die Prozesssicherheit an Umschlagpunkten.

Praxisbeispiel:
In einem Logistikzentrum werden Paletten beim Frachtumschlag automatisch identifiziert, vermessen und gewogen, bevor sie auf das nächste Transportmittel verladen werden.

Siehe auch: Dimensionserfassung, DWS, Frachtdaten, Intralogistik, Materialfluss, Stammdatenerfassung, Supply Chain Management (SCM), Transportmanagementsystem (TMS)

Frachtvermessung

Die Frachtvermessung bezeichnet die Erfassung der Abmessungen von Sendungen, Packstücken oder Ladeeinheiten für logistische und abrechnungsrelevante Zwecke. Sie liefert präzise Dimensionsdaten als Grundlage für Transportplanung, Lagerprozesse und die Berechnung von Frachtkosten.

Die Frachtvermessung erfolgt manuell oder automatisiert mithilfe von 3D-Sensoren, Laserscannern oder kamerabasierten Messsystemen. In modernen Logistikzentren ist sie häufig Bestandteil eines DWS-Systems, das zusätzlich Gewicht und Identifikationsdaten erfasst. Exakte Messwerte verbessern die Auslastung von Transportmitteln, unterstützen eine effiziente Lagerplanung und sorgen für eine transparente sowie nachvollziehbare Frachtabrechnung.

Praxisbeispiel:
Vor dem Beladen eines Containers werden alle Ladeeinheiten automatisch vermessen, damit der verfügbare Laderaum optimal genutzt und die Transportkosten korrekt berechnet werden können.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Fracht, Frachtabrechnung, Frachtdaten, Gewichtserfassung, Volumengewicht

Frachtvermessungssysteme

Frachtvermessungssysteme sind technische Messsysteme zur automatischen Erfassung der Abmessungen von Sendungen, Packstücken oder Ladeeinheiten. Sie liefern präzise Messdaten für Transportplanung, Lagerlogistik und abrechnungsrelevante Anwendungen.

Frachtvermessungssysteme nutzen je nach Einsatzbereich 3D-Sensoren, Laserscanner oder kamerabasierte Technologien und können stationär oder in Förderanlagen integriert werden. Viele Systeme erfassen zusätzlich Gewicht und Identifikationsdaten und bilden damit die Grundlage moderner DWS-Lösungen. Durch die automatisierte Datenerfassung werden manuelle Messvorgänge reduziert, die Datenqualität verbessert und logistische Prozesse effizienter gestaltet.

Praxisbeispiel:
In einem Luftfrachtterminal vermessen Frachtvermessungssysteme jede Sendung automatisch, bevor diese für die Verladung freigegeben und die erforderlichen Transportdaten an das Frachtmanagementsystem übermittelt werden.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht

Frachtvolumen

Das Frachtvolumen beschreibt den räumlichen Umfang einer Sendung oder eines Transportguts und gibt an, wie viel Platz dieses innerhalb eines Transportmittels oder einer Ladeeinheit einnimmt. Es ist eine wichtige Größe für die Planung, Berechnung und Optimierung von Transportprozessen.

In der Logistik wird das Frachtvolumen genutzt, um Transportkapazitäten zu planen, Fahrzeuge optimal auszulasten und Frachtraum effizient zu nutzen. Die Ermittlung erfolgt häufig durch automatische Vermessungssysteme, die Abmessungen von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten erfassen. In Verbindung mit Gewichtsdaten, DWS-Systemen und Transportmanagementsystemen unterstützt das Frachtvolumen eine präzise Planung und Abrechnung von Transportleistungen.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister erfasst das Frachtvolumen mehrerer Paletten automatisch, um die verfügbare Ladekapazität eines Transportfahrzeugs optimal auszunutzen.

Siehe auch: DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Ladeeinheit, Ladungsträger, Transportoptimierung, Volumenmessung, Volumengewicht

Frachtvolumenmessgerät

Ein Frachtvolumenmessgerät ist ein Messsystem zur automatischen Ermittlung des Volumens von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten. Es berechnet das Volumen anhand der erfassten Abmessungen und stellt die Daten für logistische und abrechnungsrelevante Anwendungen bereit.

Frachtvolumenmessgeräte arbeiten mit 3D-Sensoren, Laserscannern oder kamerabasierten Messverfahren und liefern präzise Volumendaten innerhalb weniger Sekunden. Sie kommen in Speditionen, Paketzentren, Distributionslagern und der Luftfracht zum Einsatz, um Transportkapazitäten optimal auszunutzen und das Volumengewicht zuverlässig zu bestimmen. Häufig sind sie Bestandteil eines DWS-Systems, das zusätzlich Gewicht und Identifikationsdaten automatisch erfasst.

Praxisbeispiel:
In einem Distributionszentrum ermittelt ein Frachtvolumenmessgerät das Volumen jeder Palette automatisch, damit der verfügbare Laderaum für den nächsten Transport optimal geplant werden kann.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Volumengewicht, Volumenmessung

Freiformerkennung

Die Freiformerkennung bezeichnet die automatische Erkennung und Analyse von Objekten mit unregelmäßiger oder nicht standardisierter Geometrie. Sie ermöglicht die zuverlässige Erfassung von Ladeeinheiten, deren Form von klassischen Quadern oder Zylindern abweicht.

Für die Freiformerkennung werden 3D-Sensoren, Laserscanner oder KI-gestützte Bildverarbeitung eingesetzt, um die Konturen eines Objekts präzise zu erfassen und auszuwerten. Dadurch lassen sich auch sperrige, asymmetrische oder unregelmäßig geformte Güter automatisiert vermessen und in logistische Prozesse integrieren. Die Freiformerkennung verbessert die Datenqualität, reduziert manuelle Nacharbeiten und unterstützt eine optimale Transport- und Lagerplanung.

Praxisbeispiel:
In einem Möbel-Logistikzentrum erkennt ein Messsystem die Konturen unterschiedlich geformter Möbelstücke automatisch und ermittelt deren Abmessungen für die weitere Transportplanung.

Siehe auch: 3D-Daten, 3D-Sensoren, Deep Learning, Dimensionserfassung, DWS, Künstliche Intelligenz (KI), Objekterkennung, Sensorik

FTL (Full Truckload)

FTL steht für Full Truckload und bezeichnet einen Transport, bei dem ein kompletter Lkw ausschließlich für eine Sendung oder einen Auftrag genutzt wird. Die Ware wird direkt vom Absender zum Empfänger transportiert, ohne dass weitere Sendungen zugeladen werden.

FTL-Transporte werden eingesetzt, wenn große Mengen, zeitkritische Lieferungen oder spezielle Transportanforderungen eine vollständige Auslastung eines Fahrzeugs erfordern. Im Vergleich zu Stückguttransporten ermöglichen sie kürzere Transportzeiten und weniger Umschlagvorgänge. Digitale Systeme wie TMS und DWS unterstützen die Planung, Kapazitätsauslastung und effiziente Nutzung des verfügbaren Frachtraums.

Praxisbeispiel:
Ein Hersteller beauftragt einen FTL-Transport, um eine komplette Lkw-Ladung mit Paletten ohne Zwischenstopps direkt zum Kunden zu liefern.

Siehe auch: DWS, Frachtvolumen, Ladeeinheit, Stückgut, Transportmanagementsystem (TMS), Transportoptimierung, Volumenmessung, Warenfluss