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Taktzeit
Taktzeit ist die verfügbare Zeitspanne, in der eine bestimmte Menge an Produkten, Sendungen oder Arbeitsschritten bearbeitet werden muss, um eine vorgegebene Nachfrage oder Prozessleistung zu erfüllen. Sie ist eine wichtige Kennzahl für die Planung und Auslegung automatisierter Prozesse.
In der Logistik und Produktion dient die Taktzeit dazu, Arbeitsabläufe, Fördertechnik und Automatisierungssysteme optimal aufeinander abzustimmen. Sie beeinflusst Durchsatz, Anlagenkapazität und Prozesssicherheit. Bei DWS-Systemen oder automatisierten Förderanlagen muss die Mess- und Verarbeitungsgeschwindigkeit so ausgelegt sein, dass jedes Objekt innerhalb der verfügbaren Taktzeit zuverlässig erfasst und verarbeitet werden kann.
Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum muss ein DWS-System jedes Paket innerhalb der vorgegebenen Taktzeit vermessen, wiegen und identifizieren, damit der kontinuierliche Sortierprozess ohne Unterbrechung läuft.
Siehe auch: DWS, Fördergeschwindigkeit, In-Motion-Messung, Prozessautomatisierung, Prozesssicherheit, Scangeschwindigkeit, Zeitmanagement
Time-of-Flight (ToF)
Time-of-Flight bezeichnet ein optisches Messverfahren, bei dem die Entfernung zu einem Objekt anhand der Laufzeit eines ausgesendeten Signals und dessen Rückkehr zum Sensor bestimmt wird. Die gemessene Zeit wird in präzise Abstandsinformationen umgerechnet.
Bei ToF-Sensoren werden meist Lichtimpulse oder moduliertes Infrarotlicht verwendet, deren Reflexion am Objekt ausgewertet wird. Aus vielen einzelnen Messpunkten können dreidimensionale Informationen und Punktwolken erzeugt werden. In der Logistik wird die ToF-Technologie unter anderem für Dimensionserfassung, 3D-Scanning, Konturprüfung und automatisierte Objekterkennung eingesetzt. Sie ermöglicht eine schnelle und berührungslose Vermessung auch bei bewegten Objekten.
Praxisbeispiel:
Ein ToF-Sensor erfasst während der Bewegung eines Pakets auf einer Förderstrecke die Abstände zur Oberfläche und berechnet daraus automatisch die dreidimensionalen Abmessungen.
Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Laserscanner, LiDAR, Objekterkennung, Sensorik, Volumenmessung
TMS (Transport Management System)
TMS bezeichnet ein digitales System zur Planung, Steuerung und Überwachung von Transportprozessen. Es unterstützt Unternehmen bei der Organisation von Sendungen, der Auswahl geeigneter Transportwege und der effizienten Nutzung von Transportkapazitäten.
Ein Transport Management System verwaltet Transportaufträge, optimiert Routen, überwacht Lieferungen und verarbeitet relevante Frachtdaten. Durch die Integration mit ERP-, WMS- und DWS-Systemen können Informationen wie Abmessungen, Gewicht und Sendungsstatus automatisch übernommen werden. Dadurch lassen sich Transportkosten reduzieren, Lieferprozesse transparenter gestalten und die gesamte Transportkette effizienter steuern.
Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Gewichtserfassung einer Palette übermittelt das DWS-System die Daten an das TMS, das daraufhin den passenden Transportweg und die erforderlichen Kapazitäten plant.
Siehe auch: DWS, ERP-System, Frachtdaten, Frachtabrechnung, Lieferkette, Supply Chain Management (SCM), Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS)
Traceability
Traceability beschreibt die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Waren, Produkten oder Prozessdaten entlang der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette. Sie ermöglicht die Nachverfolgung von Herkunft, Bewegungen, Bearbeitungsschritten und aktuellen Zuständen.
In der Logistik wird Traceability durch Identifikationstechnologien wie Barcodes, RFID und digitale Datenerfassungssysteme unterstützt. Informationen zu Sendungen, Chargen, Ladeeinheiten oder Transportvorgängen werden erfasst, gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. Die Transparenz verbessert die Qualitätssicherung, erleichtert die Fehleranalyse und unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Besonders in sensiblen Branchen wie Luftfahrt, Pharma oder Lebensmittelindustrie ist eine zuverlässige Rückverfolgbarkeit von großer Bedeutung.
Praxisbeispiel:
Bei einer Luftfrachtsendung werden alle relevanten Daten von der Erfassung über Transport und Umschlag bis zur Zustellung dokumentiert, sodass jeder Prozessschritt nachvollziehbar bleibt.
Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, RFID (Radio-Frequency Identification), Sendungsverfolgung, Supply Chain Visibility, Track & Trace, Warenfluss, Zertifizierung
Track & Trace
Mit Track & Trace benennt man die systematische Erfassung und Nachverfolgung von Waren, Sendungen oder Transportmitteln entlang der gesamten Lieferkette. Es ermöglicht die transparente Darstellung des aktuellen Status sowie der zurückliegenden Bewegungen eines Objekts.
Track-&-Trace-Systeme nutzen Identifikationstechnologien wie Barcodes, RFID oder digitale Schnittstellen, um Sendungsdaten automatisch zu erfassen und bereitzustellen. Sie ermöglichen Unternehmen und Kunden eine lückenlose Nachverfolgung von Versand, Transport und Zustellung. In Kombination mit ERP-, WMS- und TMS-Systemen verbessert Track & Trace die Transparenz, erhöht die Prozesssicherheit und unterstützt eine schnelle Reaktion bei Abweichungen.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister verfolgt eine internationale Ersatzteilsendung vom Versandlager bis zum Empfänger und stellt den aktuellen Standort sowie alle Transportereignisse digital bereit.
Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, RFID (Radio-Frequency Identification), Sendungsverfolgung, Supply Chain Visibility, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)
Transparenz
Transparenz ermöglicht die nachvollziehbare Darstellung von Informationen, Prozessen und Zuständen innerhalb logistischer und industrieller Abläufe. Sie schafft eine verlässliche Datengrundlage und unterstützt fundierte Entscheidungen durch den einfachen Zugriff auf relevante Informationen.
In der Logistik entsteht Transparenz durch die Erfassung, Vernetzung und Auswertung von Prozessdaten aus Systemen wie DWS, WMS, TMS und Sensorik. Unternehmen erhalten dadurch Einblick in Warenbewegungen, Bestände, Transportstatus und Prozessleistungen. Eine hohe Transparenz unterstützt die Optimierung von Abläufen, verbessert die Reaktionsfähigkeit bei Abweichungen und erhöht die Prozesssicherheit entlang der gesamten Lieferkette.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikunternehmen nutzt vernetzte Systeme, um jederzeit aktuelle Informationen über Sendungsstatus, Lagerbestände und Transportprozesse abrufen und auswerten zu können.
Siehe auch: Datenaustausch, Datenerfassung, Digitalisierung, Sendungsverfolgung, Supply Chain Visibility, Traceability, Track & Trace, Validierung
Transportgut
Als Transportgut bezeichnet man Waren, Materialien oder Güter, die innerhalb einer Lieferkette von einem Ausgangs- zu einem Bestimmungsort befördert werden. Es bildet die Grundlage aller Transport- und Umschlagprozesse in der Logistik.
Transportgut kann in unterschiedlichen Formen auftreten, beispielsweise als Paket, Karton, Palette, Container oder lose Ware. Für eine effiziente Planung und sichere Durchführung von Transporten werden Eigenschaften wie Abmessungen, Gewicht, Volumen, Beschaffenheit und besondere Anforderungen erfasst. Automatisierte Mess- und Identifikationssysteme unterstützen dabei, Transportgut eindeutig zu erfassen, optimal zu bewegen und korrekt abzurechnen.
Praxisbeispiel:
Vor dem internationalen Versand eines Ersatzteils werden die Abmessungen und das Gewicht des Transportguts automatisch erfasst, damit der passende Transportweg und die erforderliche Ladekapazität geplant werden können.
Siehe auch: Fracht, Frachtdaten, Güter, Ladungsträger, Materialfluss, Stückgut, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss
Transportkosten
Transportkosten bezeichnen die Aufwendungen, die für die Beförderung von Waren, Gütern oder Sendungen zwischen Ausgangs- und Zielort entstehen. Sie umfassen alle Kosten, die mit der Durchführung eines Transports verbunden sind.
Transportkosten werden unter anderem durch Faktoren wie Transportweg, Gewicht, Volumen, Fahrzeugauslastung, Energiepreise und zusätzliche Dienstleistungen beeinflusst. Eine präzise Erfassung von Abmessungen und Gewicht ermöglicht eine korrekte Berechnung und hilft, Transportkapazitäten optimal zu nutzen. Digitale Systeme wie DWS-, TMS- und ERP-Lösungen unterstützen die automatische Ermittlung, Planung und Analyse von Transportkosten und tragen zur Reduzierung unnötiger Aufwände bei.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister nutzt automatisch erfasste Frachtdaten aus einem DWS-System, um die Transportkosten einer Sendung korrekt zu berechnen und den günstigsten Transportweg zu planen.
Siehe auch: DWS, Frachtabrechnung, Frachtdaten, Frachtvermessung, Kubaturfaktor, Transportmanagementsystem (TMS), Transportoptimierung, Volumengewicht
Transportoptimierung
Transportoptimierung umfasst die Planung und Verbesserung von Transportprozessen mit dem Ziel, Kosten zu reduzieren, Kapazitäten besser auszunutzen und Lieferabläufe effizienter zu gestalten. Dabei werden Transportwege, Ressourcen und Prozesse gezielt aufeinander abgestimmt.
In der Logistik berücksichtigt die Transportoptimierung Faktoren wie Sendungsvolumen, Gewicht, Lieferzeiten, Fahrzeugauslastung und verfügbare Transportkapazitäten. Digitale Systeme wie TMS, DWS und Analyseverfahren unterstützen dabei, optimale Routen zu planen, Frachtraum effizient zu nutzen und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Präzise Frachtdaten und automatische Vermessung helfen, Leerraum zu vermeiden und Transportkosten nachhaltig zu senken.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister nutzt automatisch erfasste Abmessungs- und Gewichtsdaten, um Sendungen optimal auf Fahrzeuge zu verteilen und die Auslastung des verfügbaren Laderaums zu erhöhen.
Siehe auch: DWS, Frachtvermessung, Frachtdaten, Transportkosten, Transportmanagementsystem (TMS), Transportwege, Volumengewicht
Transporttechnik
Die Transporttechnik beschreibt die technischen Systeme, Einrichtungen und Verfahren zur Bewegung, Handhabung und Bereitstellung von Waren innerhalb logistischer Prozesse. Sie bildet die Grundlage für einen effizienten und zuverlässigen Materialfluss.
Zur Transporttechnik gehören beispielsweise Förderanlagen, Hebezeuge, Flurförderzeuge, automatische Transportsysteme und Sortiertechnik. In modernen Logistikzentren wird Transporttechnik zunehmend mit Sensorik, Steuerungssystemen und automatisierten Lösungen kombiniert, um Waren schnell, sicher und bedarfsgerecht zu bewegen. Die Integration mit DWS-, WMS- und TMS-Systemen ermöglicht eine transparente Steuerung und Optimierung logistischer Abläufe.
Praxisbeispiel:
In einem automatisierten Distributionszentrum transportieren Förderanlagen Packstücke zwischen Vermessung, Sortierung und Versand und stellen dabei einen kontinuierlichen Materialfluss sicher.
Siehe auch: Automatisierung, Fördertechnik, Intralogistik, Materialfluss, Prozessautomatisierung, Sortiersystem, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss
Transportvorschriften
Transportvorschriften umfassen gesetzliche, technische und organisatorische Anforderungen, die bei der Beförderung von Waren und Gütern eingehalten werden müssen. Sie regeln unter anderem Sicherheit, Kennzeichnung, Dokumentation und besondere Bedingungen für Transporte.
Transportvorschriften unterscheiden sich je nach Transportart, Land, Ware und Einsatzbereich. Sie betreffen beispielsweise Gefahrgut, Gewichtsbeschränkungen, Verpackung, Ladungssicherung oder internationale Handelsanforderungen. In der Logistik unterstützen digitale Systeme die Einhaltung dieser Vorgaben, indem relevante Daten wie Abmessungen, Gewicht, Identifikation und Dokumente automatisch erfasst und bereitgestellt werden. Dadurch lassen sich Transporte sicherer planen und regelkonform durchführen.
Praxisbeispiel:
Vor dem Versand einer Luftfrachtsendung werden Gewicht, Abmessungen und erforderliche Dokumente geprüft, damit die Sendung den geltenden Transportvorschriften entspricht.
Siehe auch: Dokumentenhandling, Gefahrgutlabel, Luftfracht, Transportgut, Transportmanagementsystem (TMS), Versand, Zollabwicklung, Zollanmeldung
Transportwege
Transportwege sind die geplanten Routen und Verbindungen, über die Waren, Güter oder Sendungen innerhalb einer Lieferkette bewegt werden. Sie umfassen sowohl innerbetriebliche als auch nationale und internationale Verkehrswege.
Die Auswahl optimaler Transportwege berücksichtigt Faktoren wie Entfernung, Transportmittel, Lieferzeit, Kosten, Kapazitäten und Sicherheitsanforderungen. Digitale Systeme wie Transportmanagementsysteme (TMS), Echtzeitdaten und intelligente Planungsverfahren unterstützen Unternehmen dabei, effiziente Routen zu bestimmen und Transporte zuverlässig zu steuern. Optimierte Transportwege reduzieren Leerfahrten, senken Kosten und tragen zu einer nachhaltigen sowie leistungsfähigen Logistik bei.
Praxisbeispiel:
Ein Transportmanagementsystem berechnet für eine Sendung automatisch den optimalen Transportweg und berücksichtigt dabei verfügbare Kapazitäten, Liefertermine und aktuelle Verkehrsinformationen.
Siehe auch: Lieferkette, Logistikautomation, Supply Chain Management (SCM), Supply Chain Visibility, Transportkosten, Transportmanagementsystem (TMS), Transportoptimierung, Warenfluss