Detailaufnahme einer Kameralinse mit blauem Hintergrund

Glossar

W

Waage

Eine Waage bezeichnet ein Messgerät zur Bestimmung des Gewichts von Objekten, Waren oder Ladeeinheiten. Sie liefert präzise Gewichtsdaten für industrielle, logistische und kommerzielle Anwendungen.

In der Logistik werden Waagen in unterschiedlichen Ausführungen eingesetzt, beispielsweise als Bodenwaagen, Förderbandwaagen oder integrierte Komponenten von DWS-Systemen. Sie ermöglichen die automatische oder manuelle Gewichtserfassung von Paketen, Paletten und anderen Transportgütern. Je nach Anwendung können Waagen eichfähig ausgeführt sein und ihre Messwerte direkt an ERP-, WMS- oder Transportmanagementsysteme übertragen. Eine zuverlässige Gewichtserfassung unterstützt Frachtabrechnung, Transportplanung und Prozesskontrolle.

Praxisbeispiel:
Eine Palette wird vor dem Versand automatisch gewogen. Das ermittelte Gewicht wird zusammen mit den Abmessungen an das Transportmanagementsystem übermittelt und für die Frachtabrechnung verwendet.

Siehe auch: DWS, Eichfähigkeit, Gewichtserfassung, Messwaage, Nichtselbsttätige Waage, Selbsttätige Waage, Wägetechnik, Wiegetechnik

Wägetechnik

Wägetechnik umfasst alle technischen Verfahren, Geräte und Systeme zur Erfassung, Verarbeitung und Auswertung von Gewichtswerten. Sie bildet die Grundlage für präzise Gewichtsmessungen in industriellen, logistischen und kommerziellen Anwendungen.

In der Logistik wird Wägetechnik beispielsweise in Waagen, Förderanlagen und integrierten DWS-Systemen eingesetzt. Moderne Systeme erfassen Gewichtsdaten automatisch und kombinieren diese häufig mit Informationen zu Abmessungen und Identifikation. Die Messergebnisse werden an übergeordnete Systeme wie ERP-, WMS- oder Transportmanagementlösungen übertragen und für Frachtabrechnung, Transportplanung oder Prozesskontrolle genutzt. Eine zuverlässige Wägetechnik unterstützt die Genauigkeit und Transparenz logistischer Abläufe.

Praxisbeispiel:
Eine Palette wird während des Transports über eine Förderstrecke automatisch gewogen. Das ermittelte Gewicht wird zusammen mit den Messdaten für Versand und Abrechnung weiterverarbeitet.

Siehe auch: DWS, Gewichtserfassung, Messgenauigkeit, Messwaage, Sensorik, Waage, Wägezelle, Wiegesystem

Wägezelle

Die Wägezelle ist ein Sensorelement zur präzisen Erfassung von Gewichtskräften und bildet die zentrale Messkomponente vieler industrieller Waagen und Wiegesysteme. Sie wandelt die aufgebrachte Kraft in ein elektrisches Signal um, das zur Gewichtsermittlung ausgewertet wird.

Wägezellen werden in Plattformwaagen, Förderbandwaagen, Palettenwaagen und integrierten DWS-Systemen eingesetzt. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Bauformen und Messprinzipien zum Einsatz, beispielsweise Dehnungsmessstreifen. Die erzeugten Messsignale werden von der Steuerung verarbeitet und als Gewichtswert ausgegeben. Eine hochwertige Wägezelle trägt wesentlich zur Messgenauigkeit, Zuverlässigkeit und langfristigen Stabilität eines Wiegesystems bei.

Praxisbeispiel:
In einem DWS-System erfassen Wägezellen das Gewicht einer Palette während des Messvorgangs und übertragen den Wert gemeinsam mit den Abmessungsdaten an das angeschlossene Logistiksystem.

Siehe auch: DWS, Gewichtserfassung, Messgenauigkeit, Messwaage, Sensorik, Waage, Wiegetechnik, Wiegesystem

Warenausgang

Der Warenausgang bezeichnet den logistischen Prozess der Bereitstellung, Kontrolle und Übergabe von Waren oder Sendungen vom Unternehmen an den Transportweg oder den Empfänger. Er bildet die abschließende interne Phase vor dem Versand.

Im Warenausgang werden kommissionierte Waren geprüft, verpackt, identifiziert, dokumentiert und für den Transport bereitgestellt. Moderne Systeme unterstützen diesen Prozess durch automatische Vermessung, Gewichtserfassung, Etikettierung und Dokumentenerstellung. Die Integration von DWS-, ERP-, WMS- und TMS-Systemen ermöglicht eine fehlerfreie Datenübertragung, optimierte Transportplanung und eine transparente Sendungsverfolgung.

Praxisbeispiel:
Vor der Verladung werden Paletten im Warenausgang automatisch gescannt, vermessen und gewogen. Die Daten werden anschließend für Versanddokumente und Transportplanung genutzt.

Siehe auch: DWS, Dokumentenhandling, Etikettierung, Frachtabrechnung, Sendungsverfolgung, Transportmanagementsystem (TMS), Versand, Warehouse Management System (WMS)

Wareneingang

Der Wareneingang bezeichnet den logistischen Prozess der Annahme, Kontrolle und Erfassung von Waren, die ein Unternehmen erreichen. Er bildet den ersten Schritt der internen Materialversorgung und schafft die Grundlage für eine zuverlässige Lager- und Produktionssteuerung.

Im Wareneingang werden Lieferungen geprüft, identifiziert, vermessen, gewogen und in die weiteren Logistikprozesse überführt. Moderne Systeme wie DWS-Anlagen, Scanner und automatische Identifikationstechnologien erfassen relevante Daten direkt bei der Anlieferung und übergeben diese an ERP-, LVS- oder WMS-Systeme. Dadurch werden Bestände schneller verfügbar, Fehler reduziert und eine transparente Warenverfolgung ermöglicht.

Praxisbeispiel:
Beim Eintreffen einer Palette im Wareneingang werden Barcode, Abmessungen und Gewicht automatisch erfasst und mit den erwarteten Lieferdaten im Lagerverwaltungssystem abgeglichen.

Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, DWS, Eingangsscan, Lagerverwaltungssystem (LVS), Stammdatenerfassung, Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)

Warenfluss

Der Warenfluss umfasst die Bewegung von Gütern innerhalb und außerhalb eines Unternehmens entlang der gesamten Lieferkette. Er beschreibt die räumlichen und zeitlichen Abläufe von der Beschaffung über Lagerung und Verarbeitung bis zur Auslieferung.

Ein effizient gesteuerter Warenfluss ist ein zentraler Bestandteil moderner Logistikprozesse. Fördertechnik, Automatisierung, Sensorik und digitale Systeme wie WMS, TMS und ERP unterstützen die Planung, Überwachung und Steuerung von Warenbewegungen. Durch die Erfassung und Analyse von Prozessdaten können Durchlaufzeiten reduziert, Engpässe vermieden und Materialflüsse optimal gestaltet werden. Ein transparenter Warenfluss schafft die Grundlage für leistungsfähige und flexible Logistiksysteme.

Praxisbeispiel:
In einem Distributionszentrum werden eintreffende Pakete automatisch identifiziert, vermessen, sortiert und über verschiedene Förderstrecken zum passenden Versandbereich weitergeleitet.

Siehe auch: Automatisierung, Fördertechnik, Intralogistik, Materialfluss, Supply Chain Management (SCM), Supply Chain Visibility, Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS)

Wartung

Die Wartung umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von technischen Anlagen, Maschinen und Systemen. Sie dient dazu, Verschleiß zu reduzieren, Störungen zu vermeiden und die Lebensdauer von Komponenten zu verlängern.

In der Logistik und Automatisierung beinhaltet Wartung beispielsweise die Kontrolle, Reinigung, Justierung und den Austausch von Verschleißteilen an Förderanlagen, Sensoren, Messsystemen und Steuerungskomponenten. Regelmäßige Wartungsmaßnahmen sichern die Verfügbarkeit automatisierter Prozesse und unterstützen eine hohe Prozesssicherheit. Durch digitale Wartungskonzepte und Zustandsüberwachung können Wartungszeitpunkte gezielt geplant und ungeplante Ausfälle reduziert werden.

Praxisbeispiel:
Ein Servicetechniker überprüft regelmäßig die Sensorik eines DWS-Systems, führt Funktionsprüfungen durch und stellt damit die zuverlässige Vermessung von Sendungen sicher.

Siehe auch: Automatisierung, Dokumentation, Instandhaltung, Prozesssicherheit, Qualitätskontrolle, Sensorik, Validierung, Zustandsüberwachung

WELMEC

WELMEC bezeichnet die europäische Zusammenarbeit nationaler Behörden im Bereich des gesetzlichen Messwesens. Die Organisation entwickelt Leitfäden und Empfehlungen, um eine einheitliche Anwendung europäischer Vorschriften für Messgeräte sicherzustellen.

WELMEC unterstützt Hersteller, Prüfstellen und Behörden bei der Umsetzung der Anforderungen der europäischen Messgeräterichtlinie (MID) und weiterer metrologischer Regelungen. Die veröffentlichten Dokumente behandeln unter anderem Konformitätsbewertung, Prüfverfahren und technische Anforderungen an Messsysteme. In der Logistik ist WELMEC insbesondere für Hersteller und Betreiber von Waagen, Dimensionierungssystemen und DWS-Anlagen relevant, deren Messwerte für geschäftliche Zwecke verwendet werden.

Praxisbeispiel:
Ein Hersteller eines eichfähigen DWS-Systems orientiert sich an den WELMEC-Leitfäden, um die Anforderungen für die europäische Konformitätsbewertung und den rechtssicheren Einsatz zu erfüllen.

Siehe auch: Eichfähigkeit, Mess- und Eichgesetz (MessEG), MID (Measuring Instruments Directive), MID-konform, OIML, OIML R: 129, PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), Zertifizierung

Wickelmaschine

Wickelmaschine ist eine technische Anlage zur automatisierten Sicherung von Ladeeinheiten durch das Aufbringen von Stretchfolie oder anderen Verpackungsmaterialien. Sie dient dazu, Waren für Lagerung, Umschlag und Transport zu stabilisieren.

Wickelmaschinen werden in der Logistik häufig zur automatischen Palettensicherung eingesetzt und können in Verpackungs- oder Förderprozesse integriert werden. Sie steuern Parameter wie Folienverbrauch, Wickelspannung und Anzahl der Wicklungen, um eine gleichmäßige Sicherung der Ladeeinheit zu erreichen. In Verbindung mit Automatisierung, Sensorik und Materialflusssystemen ermöglichen sie effiziente und reproduzierbare Verpackungsprozesse.

Praxisbeispiel:
Eine Palette wird nach der Kommissionierung automatisch zur Wickelmaschine transportiert, dort mit Stretchfolie gesichert und anschließend für den Versand bereitgestellt.

Siehe auch: Automatisierung, Fördertechnik, Ladeeinheit, Ladungssicherung, Materialfluss, Palettenmanagement, Stretchfolie, Warenausgang

Wiegesystem

Ein Wiegesystem ist ein technisches System zur automatisierten oder manuellen Erfassung und Verarbeitung von Gewichtswerten. Es besteht aus einer oder mehreren Messkomponenten sowie der zugehörigen Auswerte- und Steuerungstechnik.

In der Logistik werden Wiegesysteme beispielsweise für Pakete, Paletten und andere Ladeeinheiten eingesetzt. Sie können in Förderstrecken, DWS-Anlagen oder eigenständige Messstationen integriert werden und übertragen die ermittelten Gewichtsdaten an übergeordnete Systeme. In Verbindung mit Identifikation, Vermessung und digitalen Schnittstellen unterstützen sie Prozesse wie Frachtabrechnung, Transportplanung und Qualitätskontrolle. Je nach Anwendung müssen Wiegesysteme definierte Anforderungen an Genauigkeit und Eichfähigkeit erfüllen.

Praxisbeispiel:
Ein integriertes Wiegesystem erfasst während des Förderprozesses das Gewicht einer Sendung und übermittelt die Daten zusammen mit den Abmessungen automatisch an das Transportmanagementsystem.

Siehe auch: DWS, Eichfähigkeit, Gewichtserfassung, Messgenauigkeit, Messwaage, Sensorik, Wägezelle, Wägetechnik

Wiegetechnik

Wiegetechnik umfasst alle technischen Verfahren, Geräte und Systeme zur Ermittlung des Gewichts von Objekten, Waren und Ladeeinheiten. Sie bildet die Grundlage für präzise Gewichtserfassung in industriellen und logistischen Anwendungen.

In der Logistik wird Wiegetechnik in Bodenwaagen, Förderbandwaagen, selbsttätigen Waagen und integrierten DWS-Systemen eingesetzt. Moderne Wägesysteme erfassen Gewichtsdaten automatisch und übertragen diese an ERP-, WMS- oder Transportmanagementsysteme. Eine zuverlässige Gewichtserfassung unterstützt die Frachtabrechnung, Transportplanung, Qualitätskontrolle und die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Je nach Anwendung müssen Wiegesysteme bestimmte Genauigkeits- und Eichanforderungen erfüllen.

Praxisbeispiel:
Während eine Palette über eine Förderstrecke transportiert wird, ermittelt ein integriertes Wiegesystem automatisch das Gewicht und übermittelt die Daten gemeinsam mit den Maßen an das Logistiksystem.

Siehe auch: DWS, Eichfähigkeit, Gewichtserfassung, Messwaage, Selbsttätige Waage, Waage, Wägezelle

WMS (Warehouse-Management-System)

WMS bezeichnet ein digitales System zur Steuerung, Verwaltung und Optimierung von Lagerprozessen. Es organisiert sämtliche Warenbewegungen innerhalb eines Lagers und sorgt für eine transparente sowie effiziente Verwaltung von Beständen und Lagerabläufen.

Ein Warehouse-Management-System steuert Prozesse wie Wareneingang, Einlagerung, Umlagerung, Kommissionierung und Warenausgang. Es verwaltet Lagerplätze, Bestände und Aufträge in Echtzeit und kommuniziert über Schnittstellen mit ERP-Systemen, DWS-Anlagen, Fördertechnik und automatisierten Lagerlösungen. Durch die Nutzung aktueller Prozessdaten werden Fehler reduziert, Lagerkapazitäten optimal genutzt und Materialflüsse effizient gesteuert.

Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Identifikation einer Palette übermittelt das DWS-System die Daten an das WMS, das anschließend den passenden Lagerplatz zuweist und die Einlagerung steuert.

Siehe auch: Datenerfassung, DWS, ERP-System, Lagerverwaltungssystem (LVS), Materialfluss, Stammdatenerfassung, Transportmanagementsystem (TMS)