Detailaufnahme einer Kameralinse mit blauem Hintergrund

Glossar

G

Gabelstapler

Ein Gabelstapler ist ein Flurförderzeug zum Aufnehmen, Transportieren und Stapeln von Waren und Ladeeinheiten. Er wird eingesetzt, um Güter innerhalb von Lager-, Produktions- und Umschlagsbereichen effizient zu bewegen.

Gabelstapler spielen eine wichtige Rolle in der Intralogistik und werden häufig für den Transport von Paletten, Behältern und anderen Ladungsträgern eingesetzt. Moderne Varianten können mit Sensorik, Assistenzsystemen und digitalen Lösungen ausgestattet sein, um Sicherheit und Effizienz zu erhöhen. In Verbindung mit automatisierten Prozessen unterstützen sie einen reibungslosen Materialfluss und die flexible Versorgung von Lager- und Produktionsbereichen.

Praxisbeispiel:
Ein Gabelstapler transportiert eine vermessene und identifizierte Palette vom Wareneingang zur vorgesehenen Lagerposition.

Siehe auch: Automatisierung, Fördertechnik, Intralogistik, Ladeeinheit, Ladungsträger, Materialfluss, Palette, Warenfluss

 

Gefahrgutlabel

Ein Gefahrgutlabel ist eine genormte Kennzeichnung, die auf das Vorhandensein gefährlicher Stoffe oder Güter hinweist. Es informiert über die jeweilige Gefahrenklasse und ermöglicht den sicheren Transport, die Lagerung und den Umgang mit Gefahrgut.

Gefahrgutlabel folgen internationalen Vorschriften und sind fester Bestandteil des Gefahrgutrechts im Straßen-, Schienen-, See- und Luftverkehr. Moderne Bildverarbeitungs- und KI-Systeme können diese Kennzeichnungen automatisch erkennen und mit den Transportdaten abgleichen. Dadurch lassen sich Gefahrgutsendungen zuverlässig identifizieren, gesetzliche Anforderungen einhalten und sicherheitsrelevante Prozesse automatisieren.

Praxisbeispiel:
Vor der Verladung erkennt ein kamerabasiertes Prüfsystem das Gefahrgutlabel auf einem Versandkarton automatisch und bestätigt, dass die Sendung gemäß den Transportvorschriften gekennzeichnet ist.

Siehe auch: Barcode, Deep Learning, Künstliche Intelligenz (KI), Objekterkennung, Qualitätskontrolle, Sendungsverfolgung, Transportvorschriften, Warenausgang

Gewichtserfassung

Die Gewichtserfassung bezeichnet die Ermittlung des Gewichts von Packstücken, Paletten oder anderen Ladeeinheiten mithilfe geeigneter Messsysteme. Sie liefert präzise Gewichtsdaten für logistische Prozesse, die Stammdatenerfassung und die Frachtabrechnung.

Die Gewichtserfassung erfolgt manuell oder automatisiert mit Industriewaagen und ist häufig Bestandteil moderner DWS-Systeme. In Kombination mit der Dimensionserfassung und Identifikation entstehen vollständige Frachtdaten, die unmittelbar an Lagerverwaltungs-, Transportmanagement- oder ERP-Systeme übermittelt werden. Exakte Gewichtswerte unterstützen die Laderaumplanung, erhöhen die Prozesssicherheit und bilden die Grundlage für eine rechtskonforme sowie transparente Abrechnung.

Praxisbeispiel:
Beim Verpacken einer Maschinenkomponente wird das Versandgewicht automatisch erfasst und gemeinsam mit den Abmessungen an das Transportmanagementsystem übergeben, um den passenden Transporttarif zu ermitteln.

Siehe auch: Abrechnungszwecke, Dimensionserfassung, DWS, Eichfähigkeit, Frachtabrechnung, Frachtvermessung, Stammdatenerfassung, Volumengewicht

Grüne Logistik

Grüne Logistik bezeichnet die nachhaltige Gestaltung logistischer Prozesse mit dem Ziel, Umweltbelastungen und Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Sie umfasst Maßnahmen zur Senkung von Emissionen, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Schonung natürlicher Ressourcen entlang der gesamten Lieferkette.

Zu den Maßnahmen der Grünen Logistik gehören unter anderem eine optimierte Transportplanung, die bessere Auslastung von Fahrzeugen, der Einsatz emissionsarmer Antriebe sowie energieeffiziente Lager- und Fördertechnik. Auch digitale Technologien wie automatische Datenerfassung und intelligente Prozesssteuerung leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Leerfahrten vermeiden und Materialflüsse effizienter gestalten. Dadurch lassen sich ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verbinden.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister nutzt automatische Frachtvermessung und digitale Tourenplanung, um Fahrzeuge besser auszulasten, Leerfahrten zu reduzieren und den CO₂-Ausstoß nachhaltig zu senken.

Siehe auch: Automatische Vermessung, Digitalisierung, Energieeffizienz, Materialfluss, Nachhaltigkeit, Prozessoptimierung, Supply Chain Management, Transportoptimierung

GS1

GS1 ist eine internationale Organisation, die weltweit gültige Standards für die eindeutige Identifikation und den elektronischen Austausch von Geschäftsdaten entwickelt. Ihre Standards ermöglichen eine einheitliche Kennzeichnung und Nachverfolgung von Produkten, Ladeeinheiten und logistischen Prozessen.

Zu den bekanntesten GS1-Standards gehören die Global Trade Item Number (GTIN), der GS1-Barcode sowie der Serial Shipping Container Code (SSCC). Sie schaffen die Grundlage für den automatisierten Datenaustausch zwischen Herstellern, Logistikdienstleistern, Händlern und Kunden. Durch den Einsatz von GS1-Standards werden Prozesse effizienter gestaltet, Fehler reduziert und die Transparenz entlang der gesamten Lieferkette erhöht.

Praxisbeispiel:
Beim Versand einer Palette wird ein GS1-konformer SSCC aufgebracht, sodass die Ladeeinheit während des gesamten Transportwegs eindeutig identifiziert und lückenlos nachverfolgt werden kann.

Siehe auch: Barcode, Datenaustausch, GTIN, Ladeeinheit, Rückverfolgbarkeit, SSCC, Stammdatenerfassung, Warenfluss

GTIN

GTIN steht für Global Trade Item Number und ist eine weltweit eindeutige Identifikationsnummer zur Kennzeichnung von Handelsartikeln. Sie ermöglicht die eindeutige Zuordnung von Produkten und unterstützt den automatisierten Austausch von Artikelinformationen.

Die GTIN ist Bestandteil des GS1-Systems und wird beispielsweise in Barcodes wie EAN- oder GS1-128-Codes verwendet. Sie dient dazu, Produkte entlang der Lieferkette eindeutig zu identifizieren und Informationen zwischen Herstellern, Händlern und Logistikdienstleistern auszutauschen. In automatisierten Logistikprozessen unterstützt die GTIN die Erfassung, Verwaltung und Verarbeitung von Artikeldaten und schafft eine zuverlässige Grundlage für transparente Warenströme.

Praxisbeispiel:
Beim Wareneingang wird ein Produkt über seinen Barcode mit GTIN automatisch erkannt und die zugehörigen Artikelinformationen werden im Lagerverwaltungssystem übernommen.

Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, GS1, Identifikation, RFID (Radio-Frequency Identification), Stammdatenerfassung, SSCC (Serial Shipping Container Code), Warenfluss

Güter

Güter sind bewegliche Waren oder Erzeugnisse, die gelagert, transportiert oder gehandelt werden. Sie bilden den Gegenstand logistischer Prozesse entlang der gesamten Lieferkette.

Güter können als Einzelartikel, Kartons, Paletten, Container oder andere Ladeeinheiten vorliegen und unterscheiden sich hinsichtlich Größe, Gewicht, Form und Transportanforderungen. Für eine effiziente Logistik werden ihre Eigenschaften mithilfe moderner Mess- und Identifikationssysteme erfasst und in digitale Prozesse integriert. Vollständige Stammdaten ermöglichen eine optimale Lagerung, einen wirtschaftlichen Transport und eine transparente Sendungsverfolgung.

Praxisbeispiel:
In einem Distributionszentrum werden unterschiedlich große Güter automatisch identifiziert, vermessen und gewogen, bevor sie den jeweiligen Versandaufträgen zugeordnet werden.

Siehe auch: Fracht, Frachtdaten, Ladungsträger, Materialfluss, Sendungsverfolgung, Stammdatenerfassung, Warenfluss, Wareneingang