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Machine Learning
Machine Learning steht für maschinelles Lernen und bezeichnet Verfahren der Künstlichen Intelligenz, bei denen Computersysteme aus Daten Muster erkennen und eigenständig Modelle zur Verarbeitung von Informationen entwickeln. Die Systeme verbessern ihre Ergebnisse durch die Analyse großer Datenmengen kontinuierlich.
Machine-Learning-Verfahren werden in der Logistik eingesetzt, um Objekte zu erkennen, Prozesse zu optimieren und Prognosen zu erstellen. Sie kommen beispielsweise bei der automatischen Bildauswertung, Qualitätskontrolle, Bedarfsplanung oder vorausschauenden Wartung zum Einsatz. Durch die Kombination mit Sensorik, Kamerasystemen und digitalen Plattformen können komplexe Zusammenhänge erkannt und automatisierte Entscheidungen unterstützt werden.
Praxisbeispiel:
Ein Machine-Learning-Modell analysiert Bilder von Paletten und erkennt automatisch Abweichungen wie beschädigte Folien, fehlende Kennzeichnungen oder unzulässige Überstände.
Siehe auch: Artificial Intelligence in Logistics, Datenanalyse, Deep Learning, Künstliche Intelligenz (KI), Objekterkennung, Predictive Analytics, Predictive Vision for Logistics, Sensorik
Master Data Management (MDM)
Master Data Management (MDM) bezeichnet die zentrale Verwaltung, Pflege und Qualitätssicherung von Stammdaten innerhalb eines Unternehmens. Es stellt sicher, dass einheitliche, vollständige und aktuelle Daten allen Geschäftsprozessen und Systemen zur Verfügung stehen.
MDM schafft eine verlässliche Datenbasis für Produkte, Kunden, Lieferanten, Standorte und logistische Objekte. Durch die Synchronisation von Stammdaten zwischen ERP-, WMS-, TMS- und weiteren IT-Systemen werden Inkonsistenzen vermieden und Geschäftsprozesse effizient unterstützt. Insbesondere in der Logistik sind qualitativ hochwertige Stammdaten entscheidend für automatische Dimensionierung, Versand, Frachtabrechnung und die Optimierung von Materialflüssen.
Praxisbeispiel:
Vor der Einführung eines neuen DWS-Systems werden alle Artikelstammdaten zentral im MDM gepflegt, sodass Vermessungs-, Lager- und Versandprozesse mit identischen Informationen arbeiten.
Siehe auch: Datenerfassung, ERP-System, Frachtdaten, Stammdaten, Supply Chain Management, Transportmanagementsystem (TMS), Warehouse Management System (WMS), Warenfluss
Materialfluss
Der Materialfluss beschreibt die Bewegung von Materialien, Waren oder Gütern innerhalb und zwischen logistischen sowie industriellen Prozessen. Er umfasst alle Transport-, Lager-, Umschlag- und Bereitstellungsvorgänge vom Wareneingang bis zum Warenausgang.
Ein effizienter Materialfluss ist entscheidend für kurze Durchlaufzeiten, geringe Prozesskosten und eine hohe Lieferfähigkeit. Fördertechnik, automatisierte Lager, Sensorik und digitale Steuerungssysteme sorgen dafür, dass Materialien zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar sind. Die kontinuierliche Erfassung von Prozessdaten ermöglicht eine transparente Überwachung und fortlaufende Optimierung der Materialbewegungen.
Praxisbeispiel:
In einem Produktionsbetrieb transportieren Förderanlagen Bauteile automatisch zwischen Wareneingang, Fertigung und Versand, sodass ein unterbrechungsfreier Materialfluss gewährleistet ist.
Siehe auch: Automatisierungstechnik, Fördertechnik, Intralogistik, Lager, Logistikautomation, Transporttechnik, Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)
MDE (Mobile Datenerfassung)
MDE (Mobile Datenerfassung) bezeichnet die digitale Erfassung und Verarbeitung von Daten mithilfe mobiler Endgeräte direkt am Ort des Geschehens. Sie ermöglicht die unmittelbare Erfassung von Informationen ohne nachträgliche manuelle Eingabe.
Mobile Datenerfassung wird in Lager, Produktion, Versand und Transport eingesetzt, um Barcodes zu scannen, Bestände zu buchen oder Warenbewegungen in Echtzeit zu dokumentieren. Die mobilen Geräte kommunizieren dabei mit Lagerverwaltungs-, ERP- oder Transportmanagementsystemen und stellen aktuelle Daten unmittelbar bereit. Dadurch werden Fehler reduziert, Prozesse beschleunigt und die Transparenz entlang der gesamten Lieferkette erhöht.
Praxisbeispiel:
Beim Wareneingang scannt ein Mitarbeiter mit einem MDE-Gerät den Barcode einer Palette, wodurch Bestand, Lagerplatz und Wareneingang automatisch im System verbucht werden.
Siehe auch: Barcodescanner, Datenerfassung, ERP-System, Lagerverwaltungssystem (LVS), Scanner, Sendungsverfolgung, Warehouse Management System (WMS), Warenfluss
Mehrdimensionales Messgerät
Ein mehrdimensionales Messgerät ist ein System zur automatischen Erfassung mehrerer physikalischer Eigenschaften eines Objekts, insbesondere seiner Abmessungen. Es liefert präzise Messdaten für logistische und industrielle Prozesse und ermöglicht eine zuverlässige Ermittlung von Versand- und Stammdaten.
Mehrdimensionale Messgeräte erfassen Länge, Breite und Höhe von Packstücken, Kartons oder Paletten berührungslos und mit hoher Genauigkeit. Sie kommen häufig als Bestandteil von DWS-Systemen zum Einsatz und nutzen Technologien wie Lasertriangulation, LiDAR oder Kamerasensoren. Die ermittelten Daten werden direkt an Lager-, ERP- oder Transportmanagementsysteme übergeben und für Frachtabrechnung, Volumenoptimierung und automatisierte Logistikprozesse genutzt.
Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum vermisst ein mehrdimensionales Messgerät jedes eintreffende Paket automatisch und übermittelt die Abmessungen unmittelbar an das Versand- und Abrechnungssystem.
Siehe auch: Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtdaten, Frachtvermessung, Lasertriangulation, LiDAR, Volumenmessung
Mehrzonenwaage
Eine Mehrzonenwaage ist ein Wägesystem, das aus mehreren unabhängig arbeitenden Wiegezonen besteht und das Gewicht von Objekten auch während der Bewegung präzise ermitteln kann. Sie ermöglicht eine zuverlässige Gewichtserfassung selbst bei unterschiedlich großen oder ungleichmäßig belasteten Packstücken.
Mehrzonenwaagen werden in automatisierten Förderanlagen, DWS-Systemen und Sortierzentren eingesetzt. Die einzelnen Wiegezonen erfassen das Gewicht eines Objekts kontinuierlich, auch wenn es mehrere Waagenbereiche gleichzeitig überfährt. Dadurch lassen sich Messfehler reduzieren und eine hohe Genauigkeit bei dynamischen Wägeprozessen erzielen. Die erfassten Gewichtsdaten werden direkt an Lager-, ERP- oder Transportmanagementsysteme übermittelt und für Versand, Frachtabrechnung sowie Prozesssteuerung genutzt.
Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum überfährt ein Paket eine Mehrzonenwaage auf der Förderstrecke, wobei sein Gewicht während der Fahrt automatisch und eichfähig ermittelt wird.
Siehe auch: Dynamische Vermessung, DWS, Eichfähigkeit, Gewichtserfassung, In-Motion-Messung, Fördertechnik, Sensorik, Wägetechnik
Mess- und Eichgesetz (MessEG)
Das Mess- und Eichgesetz (MessEG) ist die gesetzliche Grundlage für den Einsatz von Messgeräten im geschäftlichen und amtlichen Verkehr in Deutschland. Es stellt sicher, dass Messwerte korrekt, nachvollziehbar und rechtssicher ermittelt werden.
Das MessEG regelt die Anforderungen an Messgeräte sowie deren Verwendung, Konformitätsbewertung, Eichung und Überwachung. In der Logistik ist das Gesetz insbesondere für Systeme zur Gewichts- und Volumenerfassung relevant, wenn deren Messergebnisse für die Frachtabrechnung oder andere geschäftliche Zwecke verwendet werden. Die Einhaltung des MessEG schafft Vertrauen in die Richtigkeit der Messdaten und gewährleistet einen fairen Geschäftsverkehr.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister setzt für die Frachtabrechnung ein eichfähiges DWS-System ein, das die Anforderungen des Mess- und Eichgesetzes erfüllt und rechtssichere Messwerte liefert.
Siehe auch: Eichfähigkeit, Eichfähiges System, Gewichtserfassung, Mess- und Eichverordnung (MessEV), MID (Measuring Instruments Directive), OIML, PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), Wägetechnik
Mess- und Eichverordnung (MessEV)
Mess- und Eichverordnung (MessEV) regelt die Anforderungen an Messgeräte und deren Verwendung im Rahmen des deutschen Mess- und Eichwesens. Sie legt unter anderem Vorgaben für Konformitätsbewertung, Inbetriebnahme und die ordnungsgemäße Nutzung von Messgeräten fest.
Die MessEV ergänzt das Mess- und Eichgesetz und ist relevant für Messsysteme, deren Ergebnisse im geschäftlichen Verkehr verwendet werden. In der Logistik betrifft dies beispielsweise Waagen und DWS-Systeme, bei denen Gewicht oder Abmessungen für Abrechnungsvorgänge genutzt werden. Die Einhaltung der Anforderungen stellt sicher, dass Messergebnisse zuverlässig, nachvollziehbar und rechtssicher eingesetzt werden können.
Praxisbeispiel:
Vor dem Einsatz eines eichpflichtigen DWS-Systems wird geprüft, ob die Anforderungen der MessEV erfüllt sind und die Messwerte für Abrechnungszwecke verwendet werden dürfen.
Siehe auch: Eichfähigkeit, Konformitätsbewertung, Mess- und Eichgesetz (MessEG), Messgenauigkeit, Messwesen, MID (Measuring Instruments Directive), WELMEC, Zertifizierung
Messauflösung
Die Messauflösung bezeichnet die kleinste messbare Änderung einer physikalischen Größe, die ein Messsystem noch eindeutig erfassen kann. Sie bestimmt den Detaillierungsgrad der Messwerte, ist jedoch nicht mit der Messgenauigkeit gleichzusetzen.
Die Messauflösung wird abhängig von Sensorik und Messverfahren in Millimetern, Gramm oder anderen Einheiten angegeben. Eine hohe Auflösung ermöglicht die Erkennung sehr kleiner Unterschiede, während die tatsächliche Genauigkeit zusätzlich von Faktoren wie Kalibrierung, Umgebungsbedingungen und Messunsicherheit beeinflusst wird. In der Logistik spielt die Messauflösung eine wichtige Rolle bei der Dimensionserfassung, Gewichtsermittlung und Qualitätskontrolle automatisierter Messsysteme.
Praxisbeispiel:
Bei der Vermessung kleiner Kartons erkennt ein hochauflösendes Messsystem selbst minimale Größenunterschiede und liefert dadurch konsistente Stammdaten für den Versand.
Siehe auch: Dimensionserfassung, Erfassungsgenauigkeit, Gewichtserfassung, Kalibrierung, Messgenauigkeit, Sensorik, Wägetechnik
Messdatenerfassung
Eine Messdatenerfassung umfasst die automatische oder manuelle Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung von Messwerten aus technischen Systemen. Sie bildet die Grundlage für die Auswertung, Überwachung und Steuerung von Mess- und Logistikprozessen.
In der Logistik entstehen Messdaten beispielsweise durch DWS-Systeme, Waagen, Sensoren oder Laserscanner. Erfasst werden unter anderem Abmessungen, Gewicht, Positionen oder geometrische Merkmale von Objekten und Ladeeinheiten. Die gewonnenen Informationen werden über digitale Schnittstellen an weitere Systeme übertragen und für Frachtabrechnung, Stammdatenerfassung, Qualitätskontrolle oder Prozessoptimierung genutzt. Eine zuverlässige Messdatenerfassung unterstützt die Bereitstellung valider Daten und schafft Transparenz in automatisierten Abläufen.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System erfasst während des Messvorgangs automatisch Länge, Breite, Höhe und Gewicht eines Pakets und übermittelt die Messdaten an das angeschlossene Logistiksystem.
Siehe auch: Datenerfassung, Datenintegrität, DWS, Messgenauigkeit, Messwaage, Sensorik, Systemintegration, Valide Daten
Messgenauigkeit
Messgenauigkeit beschreibt die Übereinstimmung eines gemessenen Wertes mit dem tatsächlichen Wert einer Messgröße. Sie ist ein wesentliches Merkmal zur Bewertung der Qualität und Zuverlässigkeit von Messsystemen.
In der Logistik spielt Messgenauigkeit insbesondere bei DWS-Systemen, Waagen und Dimensionierungslösungen eine wichtige Rolle. Sie wird durch Faktoren wie Sensorqualität, Kalibrierung, Umgebungsbedingungen und die technische Auslegung des Messsystems beeinflusst. Eine hohe Messgenauigkeit ist entscheidend, wenn Messergebnisse für Stammdatenerfassung, Frachtabrechnung oder gesetzlich relevante Anwendungen verwendet werden. Regelmäßige Prüfungen und Validierungen unterstützen die langfristige Sicherstellung zuverlässiger Messwerte.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System überprüft regelmäßig seine Messergebnisse mit einem Referenzobjekt, um sicherzustellen, dass Abmessungen und Gewicht einer Sendung innerhalb der zulässigen Toleranzen erfasst werden.
Siehe auch: DWS, Eichfähigkeit, Kalibrierung, Messauflösung, Prüfkörper, Qualitätskontrolle, Validierung, Waage
Messwaage
Eine Messwaage ist ein Messgerät zur präzisen Erfassung des Gewichts von Waren, Packstücken oder Paletten. Sie liefert zuverlässige Gewichtsdaten für logistische, industrielle und handelsbezogene Anwendungen.
Messwaagen werden in Wareneingang, Produktion, Versand und automatisierten DWS-Systemen eingesetzt. Je nach Einsatzgebiet arbeiten sie stationär oder integriert in Förderanlagen und können Gewichte sowohl im Stillstand als auch während der Bewegung erfassen. Die gemessenen Werte werden direkt an Lager-, ERP- oder Transportmanagementsysteme übermittelt und für Frachtabrechnung, Versandplanung sowie Qualitätskontrollen genutzt.
Praxisbeispiel:
Vor dem Versand wird eine Palette auf einer Messwaage gewogen, damit das exakte Gewicht automatisch in das Transportmanagementsystem übernommen und für die Frachtabrechnung verwendet werden kann.
Siehe auch: DWS, Dynamische Vermessung, Gewichtserfassung, In-Motion-Messung, Mehrzonenwaage, Wägetechnik, Wägezelle, Wiegesystem
Messwesen
Das Messwesen umfasst alle wissenschaftlichen, technischen und rechtlichen Grundlagen zur Durchführung, Bewertung und Überwachung von Messungen. Es stellt sicher, dass Messergebnisse zuverlässig, vergleichbar und nachvollziehbar sind.
Zum Messwesen gehören die Entwicklung von Messverfahren, die Festlegung von Einheiten, die Prüfung von Messgeräten sowie gesetzliche Anforderungen an Messungen. In der Logistik ist das Messwesen insbesondere für Waagen, Dimensionierungssysteme und DWS-Anlagen relevant, deren Messwerte für Frachtabrechnung, Handel oder andere geschäftliche Zwecke verwendet werden. Organisationen und Regelwerke wie PTB, OIML und WELMEC unterstützen die einheitliche Anwendung messtechnischer Anforderungen.
Praxisbeispiel:
Ein Hersteller eines DWS-Systems berücksichtigt die Vorgaben des Messwesens, damit die ermittelten Abmessungen und Gewichte zuverlässig und nachvollziehbar für Abrechnungsprozesse genutzt werden können.
Siehe auch: Eichfähigkeit, Kalibrierung, Konformitätsbewertung, Mess- und Eichgesetz (MessEG), Messgenauigkeit, OIML, PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), WELMEC
MID (Measuring Instruments Directive)
MID steht für Measuring Instruments Directive und bezeichnet eine europäische Richtlinie für Messgeräte, die Anforderungen an deren Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Konformitätsbewertung festlegt. Sie regelt die Voraussetzungen, unter denen bestimmte Messgeräte innerhalb der Europäischen Union in Verkehr gebracht und eingesetzt werden dürfen.
Die MID betrifft verschiedene Arten von Messgeräten, darunter auch Waagen und Messsysteme, die für geschäftliche oder abrechnungsrelevante Zwecke eingesetzt werden. Hersteller müssen nachweisen, dass ihre Geräte die festgelegten Anforderungen erfüllen. In der Logistik ist die MID insbesondere für eichfähige Systeme relevant, beispielsweise bei der Gewichtserfassung und der automatisierten Vermessung von Sendungen.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System mit integrierter Waage wird nach den Anforderungen der MID bewertet, damit die erfassten Messwerte für bestimmte Abrechnungsprozesse verwendet werden können.
Siehe auch: Eichfähigkeit, Konformitätsbewertung, Mess- und Eichgesetz (MessEG), Messgenauigkeit, Messwesen, OIML, PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), WELMEC
MID-konform
MID-konform bezeichnet Messgeräte oder Messsysteme, die die Anforderungen der europäischen Messgeräterichtlinie (Measuring Instruments Directive, MID) erfüllen. Die Konformität bestätigt, dass das Gerät die vorgeschriebenen gesetzlichen und messtechnischen Anforderungen für den vorgesehenen Einsatz erfüllt.
MID-konforme Messsysteme werden in vielen Bereichen eingesetzt, in denen Messergebnisse geschäftlich relevant sind. Die Konformität wird im Rahmen eines festgelegten Bewertungsverfahrens nachgewiesen und bildet die Grundlage für den rechtssicheren Einsatz entsprechender Messgeräte innerhalb der Europäischen Union. In der Logistik betrifft dies insbesondere Systeme zur Gewichts- und Volumenerfassung, deren Messwerte beispielsweise für die Frachtabrechnung verwendet werden.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikunternehmen setzt ein MID-konformes DWS-System ein, damit Gewichts- und Volumendaten für die Frachtabrechnung den europäischen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Siehe auch: DWS, Eichfähigkeit, Eichfähiges System, Mess- und Eichgesetz (MessEG), Mess- und Eichverordnung (MessEV), MID (Measuring Instruments Directive), OIML, PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt)
Mobile Dimensionierungssysteme
Mobile Dimensionierungssysteme sind transportable Messlösungen zur Erfassung der Abmessungen von Packstücken, Paletten oder anderen Versandgütern. Sie ermöglichen eine flexible und präzise Dimensionserfassung unabhängig von einem festen Installationsort.
Mobile Systeme kommen überall dort zum Einsatz, wo Waren an wechselnden Standorten vermessen werden müssen, beispielsweise im Wareneingang, in Versandbereichen oder direkt beim Kunden. Je nach Ausführung arbeiten sie mit Laser-, LiDAR- oder Kameratechnologien und können zusätzlich Gewicht, Barcodes oder Bilddaten erfassen. Die ermittelten Messwerte werden unmittelbar an ERP-, WMS- oder Transportmanagementsysteme übertragen und unterstützen eine effiziente Stammdatenpflege sowie die Frachtabrechnung.
Praxisbeispiel:
Ein Mitarbeiter vermisst Paletten mit einem mobilen Dimensionierungssystem direkt an der Laderampe und überträgt die erfassten Abmessungen in Echtzeit an das Warehouse Management System.
Siehe auch: Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtdaten, Frachtvermessung, LiDAR, Mobile Datenerfassung (MDE), Mehrdimensionales Messgerät
Multidimensional Measuring Device
Ein Multidimensional Measuring Device ist ein Messsystem zur automatischen Erfassung mehrerer physikalischer Eigenschaften eines Objekts, insbesondere seiner Abmessungen. Es liefert präzise Messdaten für logistische und industrielle Prozesse und bildet die Grundlage für eine zuverlässige Stammdaten- und Frachtdatenerfassung.
Multidimensional Measuring Devices werden vor allem in der Logistik zur Ermittlung von Länge, Breite und Höhe von Packstücken, Kartons oder Paletten eingesetzt. Häufig sind sie Bestandteil eines DWS-Systems und arbeiten mit Laser-, LiDAR- oder Kameratechnologien. Die erfassten Messdaten werden direkt an Lager-, Transport- oder ERP-Systeme übergeben und für Versandplanung, Frachtabrechnung sowie Volumenoptimierung genutzt.
Praxisbeispiel:
Vor der Verladung erfasst ein Multidimensional Measuring Device automatisch die Abmessungen jeder Palette und übermittelt die Messwerte an das Transportmanagementsystem zur weiteren Planung.
Siehe auch: Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtdaten, Frachtvermessung, LiDAR, Lasertriangulation, Volumenmessung