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Zeitmanagement
Zeitmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Optimierung von Zeitabläufen, Aufgaben und Ressourcen innerhalb von Prozessen. Es unterstützt dabei, Arbeitsabläufe effizient zu organisieren, Prioritäten zu setzen und verfügbare Zeit gezielt einzusetzen.
In der Logistik spielt Zeitmanagement eine wichtige Rolle bei der Koordination von Transporten, Lagerprozessen und automatisierten Abläufen. Digitale Systeme erfassen Prozesszeiten, Durchlaufzeiten und Statusinformationen, um Abläufe transparent zu machen und Engpässe frühzeitig zu erkennen. In Verbindung mit ERP-, WMS- und TMS-Systemen können Zeitfenster, Ressourcen und Prozessschritte besser geplant und gesteuert werden. Ein effektives Zeitmanagement trägt zu stabilen und zuverlässigen Logistikprozessen bei.
Praxisbeispiel:
Ein Logistikzentrum analysiert die Durchlaufzeiten seiner Versandprozesse und passt die Ressourcenplanung an, um Liefertermine zuverlässig einzuhalten.
Siehe auch: Datenerfassung, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Prozesssicherheit, Systemintegration, Taktzeit, Transportmanagementsystem (TMS), Transparenz
Zeitstempel
Zeitstempel beschreibt eine digitale Kennzeichnung, die einem Ereignis, Datensatz oder Messwert einen eindeutigen Zeitpunkt zuordnet. Er ermöglicht die zeitliche Einordnung, Nachverfolgung und Dokumentation von Vorgängen innerhalb digitaler Systeme.
In der Logistik werden Zeitstempel genutzt, um Prozessschritte wie Wareneingang, Vermessung, Transport, Sortierung oder Zustellung nachvollziehbar zu dokumentieren. In Kombination mit Sensorik, DWS-Systemen und IT-Plattformen ermöglichen sie eine genaue Analyse von Prozessabläufen und unterstützen die Rückverfolgbarkeit von Warenbewegungen. Zeitstempel sind ein wichtiger Bestandteil digitaler Datenketten und schaffen Transparenz über den Ablauf automatisierter Prozesse.
Praxisbeispiel:
Ein DWS-System speichert zusammen mit den Messdaten eines Pakets einen Zeitstempel, sodass später nachvollzogen werden kann, wann die Vermessung und Identifikation erfolgt ist.
Siehe auch: Datenerfassung, Digitalisierung, DWS, Traceability, Track & Trace, Validierung, Valide Daten, Zeitmanagement
Zertifizierung
Zertifizierung umfasst die formale Bestätigung, dass ein Produkt, ein System, ein Prozess oder eine Organisation definierte Anforderungen und Standards erfüllt. Sie erfolgt durch eine unabhängige Prüfung und dient als Nachweis von Qualität, Sicherheit oder Konformität.
In der Logistik und Industrie werden Zertifizierungen beispielsweise für Managementsysteme, Messgeräte, Softwarelösungen und technische Anlagen eingesetzt. Sie bestätigen die Einhaltung von Normen, gesetzlichen Vorgaben oder branchenspezifischen Anforderungen. Bei DWS-Systemen, Waagen und Dimensionierungslösungen können Zertifizierungen eine wichtige Grundlage für den eichkonformen oder internationalen Einsatz bilden und schaffen Vertrauen in die Zuverlässigkeit der eingesetzten Technologien.
Praxisbeispiel:
Ein Hersteller lässt ein Dimensionierungssystem prüfen und zertifizieren, damit die ermittelten Messwerte für definierte logistische Abrechnungsprozesse eingesetzt werden können.
Siehe auch: Audit, DIN EN ISO 9001, Eichfähigkeit, Mess- und Eichgesetz (MessEG), OIML, PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), Validierung, WELMEC
Zollabwicklung
Zollabwicklung steht für alle Prozesse und Formalitäten, die bei der Ein-, Aus- oder Durchfuhr von Waren über Zollgrenzen hinweg erforderlich sind. Sie stellt sicher, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten, Waren korrekt angemeldet und Abgaben ordnungsgemäß abgewickelt werden.
Zur Zollabwicklung gehören unter anderem die Erstellung von Zolldokumenten, die Klassifizierung von Waren, die Ermittlung von Zollwerten sowie die Kommunikation mit Zollbehörden. Digitale Systeme und automatisierte Datenerfassung unterstützen dabei, relevante Informationen wie Artikelnummern, Ursprungsdaten, Gewicht und Abmessungen zuverlässig bereitzustellen. Eine korrekte Datenbasis beschleunigt die Abfertigung, reduziert Fehler und sorgt für transparente internationale Warenströme.
Praxisbeispiel:
Bei einer internationalen Luftfrachtsendung werden die automatisch erfassten Abmessungen und Gewichtsdaten zusammen mit den Warendaten für die Erstellung der Zolldokumente genutzt.
Siehe auch: Dokumentenhandling, Frachtdaten, Luftfracht, Sendungsdokumentenhandling, Supply Chain Management (SCM), Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss, Warenausgang
Zollanmeldung
Zollanmeldung ist eine formale Mitteilung an die Zollbehörden über Waren, die in ein Zollgebiet eingeführt, daraus ausgeführt oder durchgeführt werden sollen. Sie enthält alle erforderlichen Angaben, damit die zollrechtliche Behandlung einer Sendung bestimmt werden kann.
Eine Zollanmeldung umfasst beispielsweise Informationen zu Warenart, Menge, Wert, Ursprung, Empfänger und beteiligten Transportvorgängen. Digitale Zollsysteme und Schnittstellen zu ERP-, TMS- und Dokumentenmanagementlösungen unterstützen die automatisierte Übermittlung und Verarbeitung dieser Daten. Eine korrekte Zollanmeldung ist Voraussetzung für eine reibungslose Abfertigung und hilft, Verzögerungen, Fehler und zusätzliche Kosten im internationalen Warenverkehr zu vermeiden.
Praxisbeispiel:
Bei einer internationalen Luftfrachtsendung werden Waren- und Frachtdaten digital zusammengeführt und für die elektronische Zollanmeldung an die Zollbehörde übermittelt.
Siehe auch: Dokumentenhandling, Frachtdaten, Luftfracht, Sendungsdokumentenhandling, Supply Chain Management (SCM), Transportmanagementsystem (TMS), Versand, Zollabwicklung
Zollsystem
Das Zollsystem ist ein digitales System zur Erfassung, Verarbeitung und Verwaltung von zollrelevanten Informationen und Vorgängen im internationalen Warenverkehr. Es unterstützt die elektronische Abwicklung von Zollprozessen und die Kommunikation mit Zollbehörden.
Zollsysteme verarbeiten Daten zu Waren, Sendungen, Ursprüngen, Tarifierungen und Transportvorgängen. Sie sind häufig mit ERP-, TMS- und Dokumentenmanagementlösungen verbunden, um Informationen automatisiert auszutauschen und Zollvorgänge effizient zu steuern. Durch die digitale Verarbeitung werden manuelle Eingaben reduziert, Datenqualität verbessert und Verzögerungen bei der Ein- und Ausfuhr von Waren vermieden. Besonders bei internationalen Transportketten sind Zollsysteme ein wichtiger Bestandteil einer durchgängigen Logistikprozesskette.
Praxisbeispiel:
Bei einer internationalen Luftfrachtsendung übernimmt ein Zollsystem die relevanten Waren- und Transportdaten und unterstützt die elektronische Abwicklung der Einfuhranmeldung.
Siehe auch: Datenaustausch, Dokumentenhandling, ERP-System, Frachtdaten, Sendungsdokumentenhandling, Transportmanagementsystem (TMS), Versand, Zollabwicklung
Zugriffskontrolle
Die Zugriffskontrolle umfasst technische und organisatorische Maßnahmen zur Steuerung, welche Benutzer, Geräte oder Systeme auf bestimmte Daten, Anwendungen und Funktionen zugreifen dürfen. Sie stellt sicher, dass nur autorisierte Zugriffe möglich sind.
In digitalen Logistik- und Automatisierungsumgebungen regelt die Zugriffskontrolle Berechtigungen für ERP-, WMS-, TMS- und Anlagensteuerungssysteme. Durch Rollenmodelle, Benutzerrechte und Authentifizierungsverfahren werden sensible Daten und kritische Prozesse geschützt. Eine strukturierte Zugriffskontrolle unterstützt die IT-Sicherheit, verhindert unbefugte Änderungen und schafft Transparenz darüber, wer auf welche Informationen oder Funktionen zugreifen kann.
Praxisbeispiel:
Ein Mitarbeiter erhält im DWS-System nur Zugriff auf die für seine Tätigkeit erforderlichen Funktionen, während Administratoren zusätzliche Rechte für Konfiguration und Wartung besitzen.
Siehe auch: Authentifizierung, Benutzerverwaltung, Cybersecurity, Datenintegrität, IT-Sicherheit, Passwortmanagement, Systemintegration, Zwei-Faktor-Authentifizierung
Zugriffsrechte
Zugriffsrechte regeln die Berechtigungen von Benutzern, Geräten oder Systemen für den Zugriff auf bestimmte Daten, Funktionen und Anwendungen. Sie legen fest, welche Aktionen innerhalb digitaler Systeme ausgeführt werden dürfen.
In Logistik- und Automatisierungsumgebungen sind Zugriffsrechte ein wichtiger Bestandteil der IT-Sicherheit. Sie werden über Benutzerrollen und Berechtigungskonzepte verwaltet und stellen sicher, dass Mitarbeiter nur auf die für ihre Aufgaben notwendigen Informationen und Funktionen zugreifen können. Dadurch werden sensible Daten geschützt, unbefugte Änderungen verhindert und digitale Prozesse nachvollziehbar gestaltet.
Praxisbeispiel:
Ein Servicemitarbeiter erhält für ein DWS-System definierte Zugriffsrechte, die ihm Wartungsfunktionen ermöglichen, während Änderungen an Systemeinstellungen nur Administratoren vorbehalten sind.
Siehe auch: Authentifizierung, Benutzerverwaltung, Cybersecurity, IT-Sicherheit, Passwortmanagement, Systemintegration, Zugriffskontrolle, Zwei-Faktor-Authentifizierung
Zustandsüberwachung
Zustandsüberwachung umfasst die kontinuierliche oder regelmäßige Erfassung und Bewertung des aktuellen Zustands von Maschinen, Anlagen oder technischen Komponenten. Sie dient dazu, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den sicheren sowie effizienten Betrieb von Systemen zu unterstützen.
In der Logistik und Automatisierung werden Sensoren, Messsysteme und digitale Auswertungen eingesetzt, um Betriebszustände, Verschleiß oder mögliche Störungen zu erfassen. Die gewonnenen Daten ermöglichen eine vorausschauende Planung von Wartungsmaßnahmen und helfen, ungeplante Ausfälle zu vermeiden. Besonders bei automatisierten Anlagen, Fördertechnik und Messsystemen trägt die Zustandsüberwachung zur höheren Verfügbarkeit und Prozesssicherheit bei.
Praxisbeispiel:
Sensoren überwachen den Zustand einer Förderanlage und melden frühzeitig Abweichungen, sodass Wartungsmaßnahmen geplant werden können, bevor ein Ausfall entsteht.
Siehe auch: Automatisierung, Instandhaltung, Prozesssicherheit, Qualitätssicherung, Sensorik, Validierung, Wartung, Zeitmanagement
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ermöglicht eine zusätzliche Absicherung digitaler Zugänge durch die Kombination von zwei unterschiedlichen Nachweisen zur Identitätsprüfung. Dadurch wird verhindert, dass ein einzelnes gestohlenes Passwort für einen unberechtigten Zugriff ausreicht.
Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung werden beispielsweise ein Passwort mit einem Sicherheitscode, einer Authenticator-App oder einem physischen Sicherheitsschlüssel kombiniert. In Logistik- und Automatisierungsumgebungen schützt dieses Verfahren Zugänge zu ERP-, WMS-, TMS- und Steuerungssystemen sowie zu digitalen Plattformen. Die zusätzliche Sicherheitsebene unterstützt den Schutz sensibler Prozessdaten und ist ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Sicherheitskonzepte.
Praxisbeispiel:
Ein Servicemitarbeiter meldet sich an einer Anlagenplattform zunächst mit seinem persönlichen Passwort und anschließend mit einem zeitlich begrenzten Sicherheitscode an, bevor er Wartungsdaten abrufen kann.
Siehe auch: Authentifizierung, Benutzerverwaltung, Cybersecurity, Datenintegrität, IT-Sicherheit, Passwortmanagement, Systemintegration, Zugriffskontrolle
Zwischenlagerung
Eine Zwischenlagerung bedeutet die zeitlich begrenzte Aufbewahrung von Waren, Gütern oder Ladeeinheiten zwischen zwei Logistikprozessen. Sie dient dazu, Materialflüsse auszugleichen, Transportabläufe zu koordinieren und eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen.
Eine Zwischenlagerung erfolgt beispielsweise zwischen Wareneingang und Einlagerung, zwischen Produktion und Versand oder innerhalb von Umschlagprozessen. Moderne Lager- und Logistiksysteme überwachen dabei Bestände, Lagerorte und Bewegungen digital. Durch den Einsatz von WMS, Sensorik und automatisierten Förderlösungen können Zwischenlager effizient gesteuert, Durchlaufzeiten reduziert und Engpässe vermieden werden.
Praxisbeispiel:
In einem Logistikzentrum werden eingehende Paletten vor der endgültigen Einlagerung kurzfristig in einem definierten Bereich bereitgestellt und automatisch im Lagerverwaltungssystem erfasst.
Siehe auch: Intralogistik, Lager, Materialfluss, Umschlaghalle, Wareneingang, Warenausgang, Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)
Zyklisch
Als Zyklisch bezeichnet man wiederkehrende Abläufe oder Prozesse, die in regelmäßigen Abständen nach einem definierten Muster durchgeführt werden. In technischen und logistischen Anwendungen beschreibt der Begriff häufig kontinuierlich wiederholte Arbeits- oder Messvorgänge.
Zyklische Prozesse finden sich beispielsweise in automatisierten Förderanlagen, Prüfabläufen, Wartungsintervallen oder Produktionsprozessen. In der Logistik ermöglichen sie eine planbare und reproduzierbare Prozessausführung, wodurch Anlagenleistung, Qualität und Prozesssicherheit verbessert werden. Bei Mess- und Prüfsystemen können zyklische Abläufe dazu dienen, regelmäßig Daten zu erfassen, Zustände zu überprüfen oder definierte Prozessschritte automatisch auszuführen.
Praxisbeispiel:
Ein automatisiertes Messsystem führt zyklisch Funktionsprüfungen durch, um die zuverlässige Erfassung von Abmessungen und Gewicht während des laufenden Betriebs sicherzustellen.
Siehe auch: Automatisierung, In-Motion-Messung, Prozessautomatisierung, Prozesssicherheit, Qualitätskontrolle, Sensorik, Taktzeit, Wartung