Detailaufnahme einer Kameralinse mit blauem Hintergrund

Glossar

P

Paketmesssysteme

Paketmesssysteme sind automatische Messsysteme zur Erfassung der Abmessungen von Paketen und anderen Versandstücken. Sie liefern präzise Messdaten für Versand, Lagerhaltung und Frachtabrechnung und unterstützen effiziente Logistikprozesse.

Paketmesssysteme arbeiten je nach Ausführung mit Laser-, LiDAR- oder Kameratechnologien und erfassen Länge, Breite und Höhe berührungslos. Häufig sind sie Bestandteil eines DWS-Systems und können zusätzlich Gewicht sowie Identifikationsdaten wie Barcodes erfassen. Die ermittelten Daten werden direkt an ERP-, WMS- oder Transportmanagementsysteme übergeben und dienen der Versandplanung, Volumenoptimierung und automatisierten Prozesssteuerung.

Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum vermisst ein Paketmesssystem jedes eintreffende Paket automatisch und übermittelt die Abmessungen in Echtzeit an das Sortier- und Abrechnungssystem.

Siehe auch: Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, LiDAR, Mehrdimensionales Messgerät, Scanner, Volumenmessung

Paketsortierung

Die Paketsortierung ist die automatische oder manuelle Zuordnung und Weiterleitung von Paketen innerhalb logistischer Prozesse. Sie dient dazu, Sendungen anhand definierter Kriterien wie Ziel, Route oder Empfänger effizient zu verteilen.

In modernen Paketzentren erfolgt die Sortierung häufig automatisiert über Fördertechnik, Scanner, Kamerasysteme und intelligente Steuerungssysteme. Dabei werden Identifikationsdaten, Abmessungen und weitere Sendungsinformationen genutzt, um Pakete der richtigen Ausgangsroute zuzuführen. In Verbindung mit DWS-Systemen, Sortiersystemen und digitalen Logistikplattformen ermöglicht die Paketsortierung eine schnelle Verarbeitung großer Sendungsmengen und unterstützt transparente Warenflüsse.

Praxisbeispiel:
In einem Paketzentrum wird eine Sendung automatisch gescannt, vermessen und anhand der Zielinformationen über eine Sortieranlage dem passenden Versandbereich zugeführt.

Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, DWS, Fördertechnik, Identifikation, Sortiersystem, Track & Trace, Warenfluss

Palette

Eine Palette ist ein standardisierter Ladungsträger zum Transport, zur Lagerung und zum Umschlag von Waren. Sie bündelt einzelne Packstücke zu einer handhabbaren Ladeeinheit und ermöglicht einen effizienten Materialfluss.

Paletten werden in nahezu allen Bereichen der Logistik eingesetzt und können aus Holz, Kunststoff, Metall oder anderen Materialien bestehen. Zu den bekanntesten Varianten zählen Europaletten (EPAL), Industriepaletten und Einwegpaletten. Sie sind für den Einsatz mit Gabelstaplern, Hubwagen und automatisierten Förderanlagen ausgelegt und bilden die Grundlage für eine sichere Lagerung, den innerbetrieblichen Transport sowie den nationalen und internationalen Warenverkehr.

Praxisbeispiel:
Vor der Einlagerung wird eine beladene Palette automatisch vermessen und gewogen, damit ihre Abmessungen und ihr Gewicht im Lagerverwaltungssystem hinterlegt werden.

Siehe auch: Automatische Paletteninspektion (MSPP), EPAL, Gabelstapler, Ladungssicherung, Lager, Palettenvermessung, Wareneingang, Warenausgang

Palettenfördertechnik

Die Palettenfördertechnik umfasst technische Systeme und Anlagen zum automatisierten Transport von Paletten innerhalb von Produktions- und Logistikbereichen. Sie ermöglicht die effiziente Bewegung, Bereitstellung und Übergabe von Ladeeinheiten zwischen verschiedenen Prozessschritten.

Zu den Komponenten der Palettenfördertechnik gehören beispielsweise Rollenbahnen, Kettenförderer, Hubstationen, Drehtische und automatische Übergabeeinheiten. Sie wird häufig mit Sensorik, Steuerungssystemen und Lagerautomatisierung kombiniert, um Paletten sicher und zuverlässig zu bewegen. In Verbindung mit WMS, DWS und weiteren Automatisierungslösungen können Paletten identifiziert, verfolgt und gezielt den nächsten Prozessschritten zugeführt werden.

Praxisbeispiel:
In einem automatisierten Hochregallager transportiert die Palettenfördertechnik eine vermessene und identifizierte Palette vom Wareneingang zur vorgesehenen Einlagerposition.

Siehe auch: Automatisierung, Fördertechnik, Hochregallager, Intralogistik, Ladungsträger, Materialfluss, Palette, Warehouse Management System (WMS)

Palettenmanagement

Das Palettenmanagement umfasst die Planung, Verwaltung und Steuerung von Paletten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Es stellt sicher, dass Ladungsträger effizient genutzt, nachverfolgt und bedarfsgerecht bereitgestellt werden.

Zum Palettenmanagement gehören die Erfassung von Beständen, der Tausch von Mehrwegpaletten, die Qualitätskontrolle sowie die Organisation von Rückführungsprozessen. Digitale Systeme ermöglichen eine transparente Verwaltung von Palettenbewegungen und unterstützen Unternehmen dabei, Verluste zu reduzieren sowie Kosten und Verfügbarkeit zu optimieren. Ein effizientes Palettenmanagement trägt wesentlich zu reibungslosen Materialflüssen und einer wirtschaftlichen Logistik bei.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister dokumentiert den Austausch von Europaletten digital und behält dadurch jederzeit den Überblick über Bestände, Rückführungen und Palettenkonten.

Siehe auch: Automatische Paletteninspektion (MSPP), EPAL, Ladungssicherung, Materialfluss, Palette, Supply Chain Management, Warehouse Management System (WMS)

Palettenvermessung

Palettenvermessung umfasst die automatische oder manuelle Erfassung der Abmessungen von Paletten und darauf befindlichen Ladeeinheiten. Sie dient der Bestimmung von Länge, Breite, Höhe und gegebenenfalls weiteren geometrischen Eigenschaften.

In der Logistik wird die Palettenvermessung eingesetzt, um genaue Daten für Lagerung, Transportplanung, Frachtabrechnung und automatisierte Prozesse bereitzustellen. Moderne Systeme nutzen beispielsweise 3D-Sensoren, Laserscanner oder Kameratechnologien, um Paletten schnell und präzise zu erfassen. Die ermittelten Daten unterstützen eine effiziente Nutzung von Lagerflächen, eine sichere Steuerung von Materialflüssen und die Optimierung logistischer Abläufe.

Praxisbeispiel:
Eine Palette wird vor der Einlagerung automatisch vermessen, damit das Lagerverwaltungssystem den passenden Lagerplatz bestimmen und die Transportdaten aktualisieren kann.

Siehe auch: 3D-Sensoren, DWS, Frachtvermessung, Ladeeinheit, Ladungsträger, Messdatenerfassung, Palettenmanagement, Volumenmessung

Passwortmanagement

Passwortmanagement umfasst die sichere Verwaltung, Vergabe und Nutzung von Passwörtern und Zugangsdaten innerhalb digitaler Systeme. Es unterstützt den Schutz vor unberechtigten Zugriffen und ist ein wichtiger Bestandteil der IT-Sicherheit.

Ein strukturiertes Passwortmanagement regelt Anforderungen an sichere Passwörter, deren regelmäßige Aktualisierung sowie die geschützte Speicherung und Weitergabe von Zugangsdaten. In Logistik- und Automatisierungsumgebungen schützt es beispielsweise Zugänge zu ERP-, WMS-, TMS- oder Anlagensteuerungssystemen. Durch klare Richtlinien und den Einsatz zusätzlicher Sicherheitsverfahren wie der Mehrfaktor-Authentifizierung lassen sich Risiken reduzieren und digitale Prozesse zuverlässig absichern.

Praxisbeispiel:
Ein Servicemitarbeiter greift auf die Steuerungssoftware einer automatisierten Messanlage zu und verwendet dafür ein persönliches, geschütztes Benutzerkonto mit definierten Zugriffsrechten.

Siehe auch: Authentifizierung, Benutzerverwaltung, Cybersecurity, Datenintegrität, IT-Sicherheit, Zugriffskontrolle, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Zugriffsrechte

Pick-by-Light

Pick-by-Light ist ein kommissioniergestütztes Verfahren, bei dem optische Anzeigen den Mitarbeitenden den richtigen Lagerplatz und die zu entnehmende Menge anzeigen. Es ermöglicht eine schnelle, intuitive und fehlerarme Kommissionierung.

Bei Pick-by-Light sind Regalfächer mit Leuchtanzeigen und Quittiertasten ausgestattet. Das System führt den Mitarbeitenden durch den Kommissionierprozess, indem das entsprechende Fach aufleuchtet und die Entnahmemenge angezeigt wird. Nach der Entnahme wird der Vorgang bestätigt und der nächste Lagerplatz aktiviert. Durch die direkte Benutzerführung werden Suchzeiten reduziert, Fehler minimiert und die Produktivität insbesondere in Lagern mit hoher Auftragsdichte gesteigert.

Praxisbeispiel:
In einem E-Commerce-Lager leuchtet das Regalfach des benötigten Artikels auf, sodass der Mitarbeitende die richtige Menge entnimmt und den Auftrag anschließend per Tastendruck bestätigt.

Siehe auch: Kommissionierung, Lagerverwaltungssystem (LVS), Materialfluss, Pick-by-Voice, Warehouse Management System (WMS), Warenfluss, Warenausgang, Wareneingang

Pick-by-Vision

Pick-by-Vision ist ein Kommissionierverfahren, bei dem Mitarbeitende mithilfe einer Datenbrille visuell durch den Kommissionierprozess geführt werden. Die benötigten Informationen werden direkt im Sichtfeld eingeblendet und ermöglichen eine freihändige sowie effiziente Auftragsbearbeitung.

Das System zeigt Lagerplatz, Artikel, Entnahmemenge und weitere Arbeitsanweisungen in Echtzeit an. Über integrierte Kameras, Scanner oder Sensoren können Arbeitsschritte automatisch bestätigt und mit dem Lagerverwaltungssystem synchronisiert werden. Pick-by-Vision reduziert Suchzeiten, minimiert Kommissionierfehler und eignet sich besonders für komplexe Lagerprozesse sowie Anwendungen mit hoher Variantenvielfalt.

Praxisbeispiel:
Ein Mitarbeitender kommissioniert Ersatzteile mithilfe einer Datenbrille, die den nächsten Lagerplatz und die benötigte Stückzahl direkt im Sichtfeld anzeigt und die Entnahme automatisch dokumentiert.

Siehe auch: Kommissionierung, Lagerverwaltungssystem (LVS), Materialfluss, Pick-by-Light, Pick-by-Voice, Warehouse Management System (WMS), Datenbrille

Pick-by-Voice

Pick-by-Voice ist ein sprachgesteuertes Kommissionierverfahren, bei dem Mitarbeitende über ein Headset mit einem digitalen System kommunizieren und Arbeitsanweisungen per Sprache erhalten. Es ermöglicht eine freihändige Durchführung von Lageraufgaben und unterstützt eine effiziente Warenentnahme.

Beim Pick-by-Voice werden Informationen wie Lagerplatz, Artikel und Entnahmemenge vom System akustisch ausgegeben. Die Bestätigung der ausgeführten Schritte erfolgt ebenfalls per Sprache, wodurch keine zusätzlichen Eingabegeräte erforderlich sind. Das Verfahren wird insbesondere in großen Lagern eingesetzt und kann mit Lagerverwaltungssystemen verbunden werden. Es unterstützt eine fehlerarme Kommissionierung und verbessert die Ergonomie der Mitarbeitenden.

Praxisbeispiel:
Ein Kommissionierer erhält über ein Headset die Anweisung, einen bestimmten Artikel aus einem Lagerplatz zu entnehmen, und bestätigt die Entnahme direkt per Sprachbefehl.

Siehe auch: Barcode, Datenerfassung, Kommissionierung, Lagerverwaltungssystem (LVS), Pick-by-Light, Pick-by-Vision, Voice Picking, Warehouse Management System (WMS)

Predictive Analytics

Predictive Analytics bezeichnet die Analyse historischer und aktueller Daten, um zukünftige Entwicklungen, Ereignisse oder Verhaltensweisen vorherzusagen. Mithilfe statistischer Verfahren und Künstlicher Intelligenz werden Prognosen erstellt, die fundierte Entscheidungen und eine vorausschauende Planung ermöglichen.

In der Logistik wird Predictive Analytics eingesetzt, um Bedarfe, Lieferzeiten, Wartungsintervalle oder Auslastungen frühzeitig zu erkennen. Die Auswertung großer Datenmengen aus Sensoren, ERP-, WMS- und TMS-Systemen hilft dabei, Engpässe zu vermeiden, Ressourcen optimal einzusetzen und Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Dadurch können Unternehmen ihre Effizienz steigern und schneller auf Veränderungen reagieren.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister analysiert Versanddaten der vergangenen Jahre, um saisonale Auftragsspitzen vorherzusagen und Personal sowie Fahrzeugkapazitäten rechtzeitig einzuplanen.

Siehe auch: Big Data, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning, Predictive Maintenance, Supply Chain Management, Warehouse Management System (WMS)

Predictive Maintenance

Predictive Maintenance bezeichnet eine vorausschauende Instandhaltungsstrategie, bei der Zustandsdaten von Maschinen und Anlagen genutzt werden, um Wartungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, Ausfälle zu vermeiden, Wartungsmaßnahmen gezielt zu planen und die Verfügbarkeit technischer Systeme zu erhöhen.

In der Logistik und Automatisierung werden dafür Sensoren, Messsysteme und Datenanalysen eingesetzt. Betriebsdaten wie Laufzeiten, Temperaturen, Schwingungen oder Fehlermeldungen werden kontinuierlich ausgewertet, um Veränderungen und mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen. Predictive Maintenance ermöglicht eine bedarfsgerechte Wartung von Förderanlagen, Messsystemen und automatisierten Anlagen und unterstützt dadurch stabile Prozesse.

Praxisbeispiel:
Ein automatisiertes Fördersystem erkennt anhand von Betriebsdaten frühzeitig einen erhöhten Verschleiß an einer Komponente und löst eine geplante Wartungsmaßnahme aus.

Siehe auch: Automatisierung, Datenanalyse, Instandhaltung, Sensorik, Systemintegration, Validierung, Wartung, Zustandsüberwachung

Predictive Vision for Logistics

Predictive Vision for Logistics bezeichnet einen KI-gestützten Ansatz zur visuellen Analyse logistischer Objekte und Prozesse auf Basis von Bild- und Sensordaten. Ziel ist es, relevante Merkmale automatisch zu erkennen, auszuwerten und daraus vorausschauende Entscheidungen sowie Prozessoptimierungen abzuleiten.

Die Technologie kombiniert Kamerasysteme, Deep Learning und Bildverarbeitung, um beispielsweise Paletten, Packstücke, Gefahrgutlabel, Verpackungszustände oder Ladungsträger automatisch zu analysieren. Die gewonnenen Informationen können zur Qualitätskontrolle, Prozesssteuerung, Anomalieerkennung und Optimierung von Materialflüssen genutzt werden. Dadurch werden manuelle Prüfungen reduziert, Entscheidungen beschleunigt und die Transparenz logistischer Abläufe erhöht.

Praxisbeispiel:
Ein KI-System analysiert auf einer Förderanlage automatisch jede Palette, erkennt Folienrisse, Überstände und fehlende Gefahrgutlabel und meldet Abweichungen sofort an das Warehouse Management System.

Siehe auch: Bildverarbeitung, Deep Learning, KI-gestützte Objekterkennung, Kamerasensoren, Machine Learning, Objekterkennung, Predictive Analytics, Sensorik

Protrusion

Protrusion bezeichnet den Überstand eines Packstücks oder einer Ladung über die zulässigen Abmessungen eines Ladungsträgers oder Transportmittels hinaus. Solche Überstände können die Sicherheit, Handhabung und den Transport von Waren beeinträchtigen.

In der Logistik werden Protrusions mithilfe von Kamerasystemen, LiDAR oder DWS-Systemen automatisch erkannt. Die frühzeitige Identifikation von Überständen trägt dazu bei, Schäden an Förderanlagen, Lagertechnik oder Transportmitteln zu vermeiden und die Einhaltung von Sicherheits- und Transportvorgaben sicherzustellen. Automatisierte Konturprüfungen ermöglichen dabei eine zuverlässige Erkennung auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten.

Praxisbeispiel:
Vor der Einlagerung erkennt ein DWS-System einen seitlichen Überstand einer Palette und leitet sie automatisch zur Nachbearbeitung aus, bevor sie in das Hochregallager transportiert wird.

Siehe auch: DWS, Freiformerkennung, Konturprüfung, Ladungssicherung, Objekterkennung, Palette, Predictive Vision for Logistics, Überstand

Prozessautomatisierung

Die Prozessautomatisierung bezeichnet die automatische Ausführung und Steuerung wiederkehrender Arbeitsabläufe mithilfe digitaler Systeme und technischer Lösungen. Sie reduziert manuelle Eingriffe, erhöht die Prozesssicherheit und verbessert Effizienz sowie Qualität.

In der Logistik umfasst die Prozessautomatisierung unter anderem die automatische Identifikation, Vermessung, Gewichtserfassung, Datenübertragung und Materialflusssteuerung. Sensoren, Kamerasysteme, Fördertechnik sowie KI-gestützte Anwendungen arbeiten dabei nahtlos mit ERP-, WMS- und Transportmanagementsystemen zusammen. Durch die Vernetzung dieser Technologien lassen sich Durchlaufzeiten verkürzen, Fehler vermeiden und Entscheidungen auf Basis aktueller Prozessdaten treffen.

Praxisbeispiel:
In einem Distributionszentrum werden Pakete automatisch identifiziert, vermessen, gewogen und der passenden Versandroute zugeordnet – ohne manuelle Eingriffe.

Siehe auch: Automatisierung, DWS, Industrie 4.0, KI-gestützte Objekterkennung, Logistikautomation, Materialfluss, Robotik, Sensorik

Prozessoptimierung

Prozessoptimierung umfasst die systematische Analyse und Verbesserung bestehender Abläufe mit dem Ziel, Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit zu steigern. Dabei werden Prozesse angepasst, um Ressourcen besser zu nutzen, Fehler zu reduzieren und Durchlaufzeiten zu verkürzen.

In der Logistik basiert Prozessoptimierung zunehmend auf digitalen Daten, Automatisierung und intelligenten Analysen. Systeme wie DWS, WMS und TMS liefern wertvolle Informationen über Materialflüsse, Auslastungen und Prozesszeiten. Durch den Einsatz von Sensorik, Künstlicher Intelligenz und automatisierten Steuerungen können Schwachstellen erkannt und Abläufe kontinuierlich verbessert werden. Eine gezielte Prozessoptimierung trägt zu höherer Prozesssicherheit und einer besseren Anpassungsfähigkeit logistischer Systeme bei.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikzentrum analysiert die Daten seiner Förder- und Vermessungssysteme, erkennt Engpässe im Materialfluss und passt die Prozesssteuerung entsprechend an.

Siehe auch: Automatisierung, Datenanalyse, DWS, Künstliche Intelligenz (KI), Materialfluss, Prozessautomatisierung, Prozesssicherheit, Sensorik

Prozesssicherheit

Die Prozesssicherheit beschreibt die Fähigkeit eines Prozesses, dauerhaft stabil, fehlerfrei und reproduzierbar abzulaufen. Sie gewährleistet, dass definierte Qualitäts-, Zeit- und Sicherheitsanforderungen zuverlässig eingehalten werden.

In der Logistik wird die Prozesssicherheit durch standardisierte Abläufe, automatisierte Systeme und eine kontinuierliche Überwachung der Prozessdaten erhöht. Sensorik, DWS-Systeme, Kameratechnik und KI-gestützte Auswertungen erkennen Abweichungen frühzeitig und ermöglichen ein sofortiges Eingreifen. Dadurch lassen sich Fehler, Stillstände und Fehlsendungen reduzieren sowie die Qualität und Effizienz logistischer Abläufe nachhaltig verbessern.

Praxisbeispiel:
Ein automatisiertes Prüfsystem erkennt fehlerhaft beladene Paletten vor der Einlagerung und verhindert dadurch Störungen im weiteren Materialfluss.

Siehe auch: Automatisierung, DWS, KI-gestützte Objekterkennung, Logistikautomation, Materialfluss, Prozessautomatisierung, Qualitätskontrolle, Sensorik

Prüfkörper

Ein Prüfkörper ist ein genormtes oder definiertes Referenzobjekt zur Überprüfung, Kalibrierung oder Validierung von Messsystemen. Er dient dazu, die Messgenauigkeit und Funktionsfähigkeit eines Systems unter reproduzierbaren Bedingungen nachzuweisen.

Prüfkörper besitzen festgelegte Abmessungen, Gewichte oder geometrische Eigenschaften und werden regelmäßig eingesetzt, um Dimensionierungs-, Wäge- oder DWS-Systeme zu kontrollieren. Durch den Vergleich der gemessenen Werte mit den bekannten Referenzdaten lassen sich Abweichungen frühzeitig erkennen und die Zuverlässigkeit des Messsystems sicherstellen. Der Einsatz von Prüfkörpern ist insbesondere bei eichpflichtigen und qualitätsrelevanten Anwendungen von großer Bedeutung.

Praxisbeispiel:
Vor Beginn der Schicht überprüft ein Servicetechniker ein DWS-System mit einem kalibrierten Prüfkörper, um die korrekte Funktion der Dimensionserfassung zu verifizieren.

Siehe auch: Dimensionserfassung, DWS, Eichfähigkeit, Kalibrierung, Messauflösung, Messgenauigkeit, OIML R 129, Zertifizierung

PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt)

Die PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) ist das nationale Metrologieinstitut Deutschlands und die oberste technische Instanz für das gesetzliche Messwesen. Sie entwickelt Messstandards, sichert die Rückführbarkeit von Messungen und unterstützt die einheitliche Anwendung messtechnischer Vorschriften.

Die PTB arbeitet eng mit Herstellern, Prüfstellen und Behörden zusammen und ist maßgeblich an der Entwicklung, Prüfung und Bewertung von Messverfahren beteiligt. Im Bereich der Logistik bildet sie eine wichtige Grundlage für die Zulassung und Überwachung von Waagen, Dimensionierungssystemen und DWS-Anlagen. Ihre technischen Vorgaben und Referenzmessungen tragen dazu bei, dass Messwerte national und international vergleichbar sowie rechtssicher sind.

Praxisbeispiel:
Ein Hersteller lässt die messtechnischen Eigenschaften eines neuen Dimensionierungssystems nach den Vorgaben der PTB prüfen, um die Voraussetzungen für den eichpflichtigen Einsatz zu erfüllen.

Siehe auch: Eichfähigkeit, Mess- und Eichgesetz (MessEG), MID (Measuring Instruments Directive), NTEP (National Type Evaluation Program), OIML, OIML R 129, Zertifizierung

Punktewolke

Eine Punktewolke beschreibt eine Sammlung dreidimensionaler Messpunkte, die die räumliche Struktur und Geometrie eines Objekts oder einer Umgebung digital abbildet. Jeder einzelne Punkt enthält Informationen zur Position im Raum und kann durch zusätzliche Merkmale wie Intensität oder Farbe ergänzt werden.

Punktewolken entstehen beispielsweise durch Laserscanner, LiDAR-Sensoren oder 3D-Kameras und werden zur digitalen Erfassung von Objekten und Umgebungen eingesetzt. In der Logistik ermöglichen sie die präzise Analyse von Konturen, Abmessungen und räumlichen Eigenschaften von Waren oder Ladeeinheiten. Sie bilden eine wichtige Datengrundlage für Anwendungen wie automatisierte Vermessung, Konturprüfung und dreidimensionale Objekterkennung.

Praxisbeispiel:
Ein 3D-Scanner erzeugt eine Punktewolke einer Palette, um Überstände, unregelmäßige Konturen und die tatsächlichen Abmessungen für eine automatische Prüfung zu erfassen.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Automatische Vermessung, Konturprüfung, Laserscanner, LiDAR, Messdatenerfassung, Sensorik, Volumenmessung