Detailaufnahme einer Kameralinse mit blauem Hintergrund

Glossar

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Valide Daten

Valide Daten bezeichnet Informationen, die korrekt, vollständig, nachvollziehbar und für den jeweiligen Anwendungszweck geeignet sind. Sie bilden eine zuverlässige Grundlage für automatisierte Prozesse, Analysen und fundierte Entscheidungen.

In der Logistik sind valide Daten entscheidend für eine fehlerfreie Steuerung von Waren- und Informationsflüssen. Dazu gehören beispielsweise korrekte Abmessungen, Gewichte, Identifikationsdaten oder Stammdaten von Packstücken und Ladeeinheiten. Automatisierte Messsysteme, DWS-Anlagen und digitale Schnittstellen unterstützen dabei, Datenqualität sicherzustellen und Fehler durch manuelle Eingaben zu reduzieren. Eine hohe Datenvalidität verbessert Transparenz, Prozesssicherheit und Effizienz entlang der gesamten Lieferkette.

Praxisbeispiel:
Ein DWS-System erfasst die Maße und das Gewicht einer Palette automatisch und stellt valide Frachtdaten bereit, die direkt für Transportplanung und Abrechnung genutzt werden können.

Siehe auch: Datenintegrität, Datenerfassung, DWS, Frachtdaten, Master Data Management (MDM), Messgenauigkeit, Stammdatenerfassung, Supply Chain Visibility

Validierung

Validierung bezeichnet den Nachweis, dass ein System, Prozess oder Verfahren die vorgesehenen Anforderungen erfüllt und für den geplanten Einsatzzweck geeignet ist. Sie stellt sicher, dass Ergebnisse zuverlässig, reproduzierbar und praxistauglich sind.

In der Logistik wird die Validierung eingesetzt, um automatisierte Anlagen, Messsysteme und Softwarelösungen vor oder während des Betriebs zu überprüfen. Dabei werden Funktionen, Messwerte und Prozessabläufe anhand definierter Anforderungen und Referenzdaten bewertet. Besonders bei DWS-Systemen, Dimensionierungssystemen und eichrelevanten Anwendungen ist eine sorgfältige Validierung wichtig, um eine hohe Datenqualität, Prozesssicherheit und zuverlässige Messergebnisse sicherzustellen.

Praxisbeispiel:
Vor der Inbetriebnahme eines DWS-Systems werden verschiedene Referenzpakete vermessen und die Ergebnisse mit den Sollwerten verglichen, um die korrekte Funktion des Systems zu bestätigen.

Siehe auch: Eichfähigkeit, Kalibrierung, Messgenauigkeit, Prozesssicherheit, Prüfkörper, Qualitätskontrolle, Valide Daten, Zertifizierung

Versand

Versand bezeichnet den Prozess der Vorbereitung, Bereitstellung und Übergabe von Waren oder Sendungen an einen Transportdienstleister oder Empfänger. Er bildet den letzten Schritt der internen Logistikkette vor dem Transport zum Zielort.

Zum Versand gehören unter anderem die Kommissionierung, Verpackung, Identifikation, Dokumentenerstellung und Verladung von Waren. Moderne Versandprozesse nutzen automatisierte Systeme wie DWS-Anlagen, Etikettierlösungen und Transportmanagementsysteme, um Abmessungen, Gewicht und Versanddaten zuverlässig zu erfassen und weiterzugeben. Dadurch werden Fehler reduziert, Transportkosten optimiert und eine transparente Sendungsverfolgung ermöglicht.

Praxisbeispiel:
Vor dem Versand wird eine Palette automatisch vermessen, gewogen, etikettiert und mit allen erforderlichen Dokumenten für den Transport vorbereitet.

Siehe auch: DWS, Dokumentenhandling, Etikettierung, Frachtabrechnung, Sendungsdokumentenhandling, Sendungsverfolgung, Transportmanagementsystem (TMS), Versandetikett

Versandetikett

Das Versandetikett enthält eine Kennzeichnung auf Waren, Paketen oder Ladeeinheiten, die alle für den Transport und die Identifikation relevanten Informationen enthält. Es ermöglicht die eindeutige Zuordnung einer Sendung und unterstützt automatisierte Logistikprozesse.

Ein Versandetikett enthält beispielsweise Barcodes, Empfängerinformationen, Sendungsnummern, Gewichtsangaben oder weitere transportrelevante Daten. Es wird häufig automatisch erstellt und durch Etikettiersysteme auf Packstücke oder Paletten aufgebracht. In Verbindung mit ERP-, WMS- und TMS-Systemen sowie Identifikationstechnologien ermöglicht es eine durchgängige Sendungsverfolgung und eine effiziente Steuerung von Versand- und Umschlagprozessen.

Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Gewichtserfassung eines Pakets erstellt das System das passende Versandetikett und bringt es vor der Übergabe an den Transportdienstleister automatisch auf.

Siehe auch: Barcode, Dokumentenhandling, Etikettierung, GS1, Identifikation, redtagger, Sendungsverfolgung, SSCC (Serial Shipping Container Code)

Visualisierung

Visualisierung umfasst die grafische Darstellung von Daten, Informationen oder Prozessen, um Zusammenhänge verständlich und nachvollziehbar sichtbar zu machen. Sie unterstützt die Analyse, Bewertung und Kommunikation komplexer Informationen.

In der Logistik und Automatisierung werden Visualisierungen eingesetzt, um Prozessdaten, Messwerte, Zustände und Abläufe übersichtlich darzustellen. Dashboards, Bedienoberflächen und digitale Anzeigen ermöglichen beispielsweise die Überwachung von Anlagen, Materialflüssen oder Leistungskennzahlen. In Verbindung mit Datenanalyse, Sensorik und vernetzten Systemen schafft Visualisierung Transparenz und unterstützt schnelle Entscheidungen im operativen Betrieb.

Praxisbeispiel:
Ein Leitstand zeigt die aktuellen Zustände von Förderanlagen, Sendungsdaten und Prozesskennzahlen eines Logistikzentrums in einer übersichtlichen Benutzeroberfläche an.

Siehe auch: Datenanalyse, Datenerfassung, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Sensorik, Systemintegration, Transparenz, Validierung

Voice Picking

Voice Picking bezeichnet ein sprachgesteuertes Kommissionierverfahren, bei dem Mitarbeitende über ein Headset mit einem Lagerverwaltungssystem kommunizieren und Arbeitsanweisungen per Sprache erhalten. Dadurch können beide Hände für die Warenentnahme genutzt werden.

Beim Voice Picking führt das System den Mitarbeitenden Schritt für Schritt durch den Kommissionierprozess und übermittelt Informationen wie Lagerplatz, Artikel und Entnahmemenge. Nach der Ausführung bestätigt der Mitarbeitende die Arbeitsschritte ebenfalls per Sprache. Das Verfahren reduziert Suchzeiten, verringert Fehlerquoten und verbessert die Ergonomie insbesondere in großen Lagern mit vielen Aufträgen.

Praxisbeispiel:
Ein Mitarbeiter erhält über ein Headset die Anweisung, einen bestimmten Artikel aus einem Lagerfach zu entnehmen, und bestätigt die Entnahme direkt per Sprachbefehl.

Siehe auch: Kommissionierung, Lagerverwaltungssystem (LVS), Pick-by-Light, Pick-by-Voice, Pick-by-Vision, Warehouse Management System (WMS), Warenfluss

Volumenerfassung

Volumenerfassung bezeichnet die automatische Ermittlung des Volumens von Objekten, Packstücken oder Ladeeinheiten durch die Erfassung ihrer räumlichen Abmessungen. Sie schafft eine wichtige Datengrundlage für logistische Planung, Abrechnung und Prozessoptimierung.

In der Logistik erfolgt die Volumenerfassung häufig mithilfe von DWS-Systemen, Laserscannern, LiDAR oder Kamerasensoren. Neben Länge, Breite und Höhe können dabei auch unregelmäßige Konturen und Freiformen berücksichtigt werden. Die ermittelten Volumendaten unterstützen unter anderem die Frachtabrechnung, Transportplanung, Lagerplatzoptimierung und automatisierte Stammdatenerfassung. Eine präzise Volumenerfassung ermöglicht eine bessere Auslastung von Transport- und Lagerkapazitäten.

Praxisbeispiel:
Ein DWS-System erfasst das Volumen eines Pakets während des Transports auf der Förderstrecke und übermittelt die Daten automatisch an das Transportmanagementsystem.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, LiDAR, Volumenmessung, Volumengewicht

Volumenfracht

Volumenfracht bezeichnet Sendungen, deren Abrechnungsgrundlage aufgrund ihres großen Volumens und geringen Gewichts nicht ausschließlich das tatsächliche Gewicht ist. Stattdessen wird das beanspruchte Transportvolumen über ein berechnetes Volumengewicht berücksichtigt.

Volumenfracht spielt insbesondere im Luftfracht-, Stückgut- und KEP-Bereich eine wichtige Rolle, da großvolumige Sendungen begrenzten Laderaum beanspruchen. Zur Ermittlung werden die Abmessungen einer Sendung erfasst und mithilfe eines Kubaturfaktors in ein abrechnungsrelevantes Gewicht umgerechnet. Automatische Dimensionierungssysteme und DWS-Anlagen liefern dafür präzise Messdaten und unterstützen eine korrekte Frachtabrechnung.

Praxisbeispiel:
Ein leichter, aber großer Karton wird automatisch vermessen. Das System berechnet anhand der Abmessungen das Volumengewicht, das für die Transportkosten herangezogen wird.

Siehe auch: Dimensionserfassung, DWS, Frachtabrechnung, Frachtvermessung, Kubaturfaktor, Luftfracht, Volumengewicht, Volumenmessung

Volumengewicht

Volumengewicht bezeichnet ein aus den Abmessungen einer Sendung berechnetes Gewicht, das den benötigten Transportraum anstelle des tatsächlichen Gewichts berücksichtigt. Es wird insbesondere bei großvolumigen, aber leichten Sendungen für die Frachtabrechnung verwendet.

Das Volumengewicht wird anhand von Länge, Breite und Höhe einer Sendung sowie einem festgelegten Kubaturfaktor berechnet. Es stellt sicher, dass der beanspruchte Laderaum angemessen in die Transportkosten einfließt. Besonders in der Luftfracht, im KEP- und Stückgutbereich sind präzise Abmessungsdaten entscheidend. Automatische DWS-Systeme erfassen die Maße und übermitteln die Daten direkt an Transport- und Abrechnungssysteme.

Praxisbeispiel:
Ein leichter Karton mit großen Abmessungen wird automatisch vermessen. Das daraus berechnete Volumengewicht wird für die Transportabrechnung verwendet, da es den tatsächlichen Platzbedarf besser widerspiegelt.

Siehe auch: DWS, Frachtabrechnung, Frachtvermessung, Kubaturfaktor, Luftfracht, Volumenfracht, Volumenmessung

Volumenmessung

Volumenmessung bezeichnet die Ermittlung des räumlichen Volumens eines Objekts anhand seiner Abmessungen oder dreidimensionaler Sensordaten. Sie liefert wichtige Informationen für Transport, Lagerung und automatisierte Logistikprozesse.

In der Logistik wird die Volumenmessung eingesetzt, um den benötigten Platzbedarf von Paketen, Paletten oder anderen Ladeeinheiten exakt zu bestimmen. Moderne Messsysteme nutzen dafür Laser, LiDAR, Kameras oder 3D-Sensoren und erfassen Länge, Breite und Höhe berührungslos. Die gewonnenen Daten unterstützen die Stammdatenerfassung, Frachtabrechnung, Transportplanung und optimale Nutzung von Lager- und Transportkapazitäten.

Praxisbeispiel:
Vor dem Versand wird eine Palette automatisch vermessen, sodass das tatsächliche Volumen ermittelt und für die optimale Fahrzeugbeladung sowie Frachtberechnung genutzt werden kann.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Frachtvermessung, LiDAR, Volumenfracht, Volumengewicht

Volumenoptimierung

Volumenoptimierung umfasst die gezielte Nutzung und Verbesserung vorhandener Raumkapazitäten bei Lagerung, Verpackung und Transport. Sie beschreibt Maßnahmen, mit denen verfügbare Volumen effizient eingesetzt und ungenutzte Freiräume reduziert werden.

In der Logistik spielt Volumenoptimierung eine wichtige Rolle bei der Planung von Transporten, der Auslastung von Ladungsträgern und der Gestaltung von Verpackungsprozessen. Durch genaue Daten zu Abmessungen, Gewicht und Volumen können Systeme wie DWS, TMS und WMS Entscheidungen zur optimalen Nutzung von Lager- und Transportkapazitäten unterstützen. Eine präzise Vermessung und Analyse von Ladeeinheiten hilft dabei, vorhandenen Raum besser auszunutzen und Transportprozesse effizienter zu gestalten.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikdienstleister nutzt automatisch erfasste Volumendaten von Sendungen, um die verfügbare Ladefläche eines Transportfahrzeugs optimal zu nutzen.

Siehe auch: DWS, Frachtvermessung, Ladeeinheit, Ladungsträger, Transportoptimierung, Volumenmessung, Volumengewicht, Warenfluss