Detailaufnahme einer Kameralinse mit blauem Hintergrund

Glossar

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Ladeeinheit

Die Ladeeinheit umfasst eine zu Transport-, Lager- oder Umschlagszwecken zusammengefasste Einheit aus einzelnen Waren, Packstücken oder Ladungsträgern. Sie ermöglicht eine vereinfachte Handhabung und effiziente Steuerung logistischer Prozesse.

Eine Ladeeinheit kann beispielsweise aus einer Palette mit mehreren Kartons, einem Container oder einem gebündelten Warenpaket bestehen. Durch die Zusammenfassung einzelner Güter werden Transport, Lagerung und Umschlag erleichtert. In automatisierten Logistikprozessen werden Ladeeinheiten häufig identifiziert, vermessen und gewogen, um Daten für Lagerverwaltung, Transportplanung und Frachtabrechnung bereitzustellen. Standardisierte Ladeeinheiten verbessern die Effizienz entlang der gesamten Lieferkette.

Praxisbeispiel:
Eine mit Kartons beladene Europalette wird als eine Ladeeinheit erfasst, automatisch vermessen und mit den zugehörigen Transportdaten im Logistiksystem hinterlegt.

Siehe auch: Europalette, Ladungsträger, Palettenmanagement, Palette, Stückgut, Transportgut, Warenfluss, Warenausgang

Ladungssicherung

Als Ladungssicherung bezeichnet man alle Maßnahmen, die verhindern, dass Waren während eines Transports verrutschen, umkippen, beschädigt werden oder eine Gefahr darstellen. Sie stellt sicher, dass Transportgüter sicher bewegt und gesetzliche Anforderungen eingehalten werden.

Zur Ladungssicherung gehören beispielsweise geeignete Verpackungen, Zurrmittel, Antirutschmatten, Sicherungsnetze oder die richtige Anordnung von Waren auf einem Ladungsträger. In der Logistik spielen dabei Eigenschaften wie Gewicht, Abmessungen, Schwerpunkt und Beschaffenheit des Transportguts eine wichtige Rolle. Digitale Vermessungssysteme und valide Frachtdaten unterstützen die Planung sicherer Transporte und helfen, geeignete Sicherungsmaßnahmen festzulegen.

Praxisbeispiel:
Vor dem Versand einer Palette werden Gewicht, Abmessungen und Stabilität der Ladeeinheit berücksichtigt, um die geeignete Sicherung für den Transport auszuwählen.

Siehe auch: Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Ladungsträger, Ladeeinheit, Transportgut, Transportvorschriften, ULD (Unit Load Device), Versand

Ladungsträger

Der Ladungsträger umfasst standardisierte Hilfsmittel zur Aufnahme, Bündelung und zum Transport von Waren innerhalb logistischer Prozesse. Sie ermöglichen eine sichere Handhabung, Lagerung und Bewegung von Gütern entlang der gesamten Lieferkette.

Zu den Ladungsträgern gehören beispielsweise Paletten, Container, Wechselbehälter, Gitterboxen und andere wiederverwendbare Transportmittel. Sie erleichtern den Einsatz von Fördertechnik, Flurförderzeugen und automatisierten Logistiksystemen. Durch die eindeutige Identifikation und Erfassung von Eigenschaften wie Abmessungen, Gewicht und Zustand können Ladungsträger effizient verwaltet und in digitale Prozesse integriert werden.

Praxisbeispiel:
Eine Palette als Ladungsträger wird im Wareneingang automatisch identifiziert, vermessen und gewogen, bevor sie in das Lagerverwaltungssystem übernommen wird.

Siehe auch: Container, EPAL, Materialfluss, Palettenmanagement, Palette, RFID (Radio-Frequency Identification), Supply Chain Management (SCM), Transportgut

Lager

Ein Lager ist eine Einrichtung zur Aufnahme, Aufbewahrung und Bereitstellung von Waren, Rohstoffen oder Ladeeinheiten. Es dient der Sicherstellung eines bedarfsgerechten Materialflusses sowie der wirtschaftlichen Steuerung von Beständen.

Lager sind ein zentraler Bestandteil der Intralogistik und übernehmen Aufgaben wie Wareneingang, Einlagerung, Bestandsführung, Kommissionierung und Warenausgang. Moderne Lager nutzen automatisierte Fördertechnik, Lagerverwaltungssysteme, Sensorik und Identifikationstechnologien, um Prozesse effizient, transparent und fehlerarm zu gestalten. Die digitale Erfassung von Stammdaten bildet dabei die Grundlage für eine präzise Steuerung aller Lagerbewegungen.

Praxisbeispiel:
Nach der Anlieferung werden Paletten automatisch identifiziert, vermessen und einem freien Lagerplatz zugewiesen, bevor sie selbstständig in das Lager eingelagert werden.

Siehe auch: Hochregallager, Intralogistik, Kommissionierung, Lagerverwaltungssystem (LVS), Materialfluss, Stammdatenerfassung, Wareneingang, Warehouse Management System (WMS)

Lagerverwaltungssystem (LVS)

Lagerverwaltungssystem (LVS) beinhaltet eine Softwarelösung zur Verwaltung, Steuerung und Überwachung von Warenbeständen sowie Lagerprozessen. Es bildet die Grundlage für eine strukturierte Organisation von Lagerplätzen, Beständen und Warenbewegungen.

Ein LVS unterstützt Prozesse wie Wareneingang, Einlagerung, Umlagerung, Kommissionierung und Warenausgang. Es verwaltet Lagerinformationen, koordiniert Arbeitsabläufe und tauscht Daten mit ERP-Systemen, DWS-Anlagen, Fördertechnik und automatisierten Lagerlösungen aus. Durch die Verarbeitung aktueller Prozessdaten ermöglicht ein LVS eine transparente Bestandsführung, reduziert Fehler und verbessert die Effizienz innerhalb der Intralogistik.

Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Identifikation einer Palette übermittelt das DWS-System die Daten an das LVS, das daraufhin den optimalen Lagerplatz bestimmt und die Einlagerung steuert.

Siehe auch: Datenerfassung, DWS, ERP-System, Intralogistik, Lager, Materialfluss, Stammdatenerfassung, Warehouse Management System (WMS)

Lasermessköpfe

Lasermessköpfe sind optische Sensorkomponenten zur berührungslosen Erfassung von Abständen, Konturen und Abmessungen. Sie senden Laserstrahlen aus und erfassen deren Reflexion, um präzise Messdaten für industrielle und logistische Anwendungen bereitzustellen.

Lasermessköpfe werden in Dimensionierungssystemen, DWS-Anlagen und automatisierten Förderprozessen eingesetzt. Durch die Kombination mehrerer Messköpfe lassen sich selbst komplexe Objektgeometrien zuverlässig erfassen und dreidimensionale Messdaten erzeugen. Dank ihrer hohen Messgeschwindigkeit und Genauigkeit eignen sie sich sowohl für stationäre als auch für dynamische Messverfahren und bilden eine wesentliche Grundlage moderner automatisierter Vermessungssysteme.

Praxisbeispiel:
Auf einer Förderanlage erfassen mehrere Lasermessköpfe gleichzeitig die Konturen eines Packstücks, um dessen Abmessungen während der Bewegung präzise zu bestimmen.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Dynamische Vermessung, Laserscanner, Sensorik, Statische Vermessung

Laserscanner

Ein Laserscanner bezeichnet ein optisches Messsystem zur berührungslosen Erfassung von Entfernungen, Konturen und Oberflächen. Mithilfe von Laserstrahlen erzeugt es präzise Messdaten und ermöglicht die automatische Vermessung von Objekten in industriellen und logistischen Anwendungen.

Laserscanner werden in der Logistik unter anderem für Dimensionserfassung, Konturprüfung und DWS-Systeme eingesetzt. Sie erfassen die Geometrie von Paketen, Paletten oder anderen Ladeeinheiten mit hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit. Je nach Technologie arbeiten sie mit Laufzeitmessung, Lasertriangulation oder anderen optischen Verfahren. Die gewonnenen Daten unterstützen automatisierte Prozesse, verbessern die Datenqualität und ermöglichen eine zuverlässige Steuerung von Materialflüssen.

Praxisbeispiel:
In einem Versandzentrum erfasst ein Laserscanner während der Bewegung eines Pakets dessen Kontur und Abmessungen, damit das DWS-System die Daten für Versand und Frachtabrechnung nutzen kann.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Lasertriangulation, LiDAR, Sensorik, Volumenmessung, Volumenerfassung

Lasertriangulation

Die Lasertriangulation ist ein optisches Messverfahren zur berührungslosen Bestimmung von Abständen, Konturen und dreidimensionalen Oberflächen. Sie nutzt die geometrische Auswertung eines Laserstrahls und dessen Reflexion, um Messwerte mit hoher Präzision zu ermitteln.

Bei der Lasertriangulation projiziert ein Laser eine Lichtlinie oder einen Lichtpunkt auf das Messobjekt, während eine Kamera die Lage der Reflexion aus einem definierten Winkel erfasst. Aus dieser geometrischen Anordnung werden Abstände und Konturen berechnet. Das Verfahren wird in Dimensionierungssystemen, DWS-Anlagen und industriellen Messsystemen eingesetzt, da es auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten eine schnelle und präzise Datenerfassung ermöglicht.

Praxisbeispiel:
Während Pakete über eine Förderanlage transportiert werden, erfassen Lasermessköpfe mithilfe der Lasertriangulation ihre Konturen und berechnen daraus automatisch die exakten Abmessungen.

Siehe auch: 3D-Sensoren, Dimensionierungssysteme, Dimensionserfassung, DWS, Dynamische Vermessung, Lasermessköpfe, Laserscanner, Sensorik

Last-Mile-Delivery

Die Last-Mile-Delivery bezeichnet den letzten Abschnitt eines Transportprozesses, bei dem eine Sendung vom Verteilzentrum oder lokalen Depot zum endgültigen Empfänger geliefert wird. Sie ist häufig der aufwendigste und kostenintensivste Teil der gesamten Lieferkette.

Die Last-Mile-Delivery stellt hohe Anforderungen an Routenplanung, Fahrzeugauslastung und Sendungsverfolgung. Steigende Kundenerwartungen, enge Zeitfenster und innerstädtische Verkehrsbedingungen machen diesen Prozess besonders anspruchsvoll. Digitale Technologien, automatisierte Datenerfassung und intelligente Tourenplanung tragen dazu bei, Zustellungen effizienter zu gestalten, Lieferzeiten zu verkürzen und Ressourcen nachhaltiger einzusetzen.

Praxisbeispiel:
Ein Paketdienst plant die Auslieferung aller Sendungen einer Tour mithilfe intelligenter Routenoptimierung, damit die Empfänger möglichst schnell und mit minimalem Fahrweg beliefert werden.

Siehe auch: KEP-Unternehmen, Logistik, Omnichannel-Logistik, Sendungsverfolgung, Supply Chain Management, Transportmanagementsystem (TMS), Transportoptimierung, Warenfluss

Lichtschranke

Eine Lichtschranke ist ein optischer Sensor zur berührungslosen Erkennung von Objekten oder Bewegungen. Sie registriert das Unterbrechen oder Reflektieren eines Lichtstrahls und löst darauf basierend ein Schaltsignal aus.

Lichtschranken werden in der Fördertechnik, Intralogistik und industriellen Automation eingesetzt, um Packstücke zu erkennen, Prozesse zu steuern oder Messvorgänge auszulösen. Je nach Bauart arbeiten sie als Einweg-, Reflexions- oder Tastlichtschranken. In automatisierten Mess- und DWS-Systemen dienen sie häufig dazu, die Position eines Objekts zu erfassen und den optimalen Zeitpunkt für die Vermessung oder Identifikation zu bestimmen.

Praxisbeispiel:
Auf einer Förderstrecke erkennt eine Lichtschranke das Eintreffen eines Pakets und startet automatisch den Vermessungs- und Scanvorgang des DWS-Systems.

Siehe auch: 3D-Sensoren, DWS, Fördertechnik, Infrarotfächerscanner, Laserscanner, Objekterkennung, Sensorik, Steuerungstechnik

LiDAR

LiDAR (Light Detection and Ranging) ist ein optisches Messverfahren zur berührungslosen Erfassung von Entfernungen, Konturen und dreidimensionalen Umgebungsdaten mittels Laserstrahlen. Es erzeugt hochpräzise 3D-Punktwolken, die für die Vermessung und Analyse von Objekten und Räumen genutzt werden.

LiDAR misst die Laufzeit von Laserimpulsen zwischen Sensor und Objekt und berechnet daraus exakte Abstände. In der Logistik kommt die Technologie unter anderem zur Frachtvermessung, Konturprüfung, Paletteninspektion und Navigation autonomer Fahrzeuge zum Einsatz. Dank ihrer hohen Messgeschwindigkeit und Genauigkeit ermöglicht sie eine zuverlässige Datenerfassung auch in dynamischen Prozessen und anspruchsvollen Industrieumgebungen.

Praxisbeispiel:
In einem automatisierten Palettenprüfsystem erfasst ein LiDAR-Sensor die vollständige 3D-Kontur einer beladenen Palette, um Überstände und Maßabweichungen vor der Einlagerung automatisch zu erkennen.

Siehe auch: 3D-Daten, 3D-Punktwolke, 3D-Sensoren, Dimensionserfassung, DWS, Konturprüfung, Lasertriangulation, Sensorik

Lieferkette

Die Lieferkette umfasst alle Stationen, Prozesse und Beteiligten, die an der Herstellung, dem Transport und der Bereitstellung eines Produkts bis zum Endkunden beteiligt sind. Sie sorgt für den kontinuierlichen Material-, Waren- und Informationsfluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Eine Lieferkette beginnt bei den Rohstofflieferanten und reicht über Produktion, Lagerung und Transport bis zur Auslieferung an den Empfänger. Moderne Lieferketten werden durch digitale Systeme, automatisierte Datenerfassung und transparente Informationsflüsse gesteuert, um Effizienz, Qualität und Termintreue sicherzustellen. Eine lückenlose Überwachung aller Prozessschritte ermöglicht es, Engpässe frühzeitig zu erkennen und die Versorgung zuverlässig aufrechtzuerhalten.

Praxisbeispiel:
Ein Industrieunternehmen überwacht seine gesamte Lieferkette digital – von der Anlieferung der Rohstoffe über die Produktion bis zur termingerechten Auslieferung der fertigen Produkte an den Kunden.

Siehe auch: Intralogistik, Last-Mile-Delivery, Logistik, Materialfluss, Supply Chain Management, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss, Warehouse Management System (WMS)

Load Calculator

Ein Load Calculator ist eine Software oder ein Berechnungssystem zur Ermittlung der optimalen Beladung von Ladeeinheiten, Fahrzeugen oder Containern. Er berechnet die bestmögliche Anordnung von Packstücken, um verfügbaren Laderaum effizient und sicher zu nutzen.

Load Calculatoren berücksichtigen Abmessungen, Gewicht, Stapelbarkeit, Tragfähigkeiten und weitere transportspezifische Vorgaben. Sie unterstützen Unternehmen dabei, den Laderaum optimal auszunutzen, Transportkosten zu senken und die Ladungssicherheit zu erhöhen. In Kombination mit automatischen Dimensionierungs- und Gewichtserfassungssystemen lassen sich Beladevorschläge in Echtzeit erstellen und direkt in Lager- oder Transportmanagementsysteme integrieren.

Praxisbeispiel:
Vor dem Beladen eines Lkw berechnet ein Load Calculator anhand der erfassten Frachtdaten die optimale Position jedes Packstücks, um den verfügbaren Laderaum bestmöglich auszunutzen.

Siehe auch: Dimensionserfassung, Frachtdaten, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, Kubaturfaktor, Ladungssicherung, Transportmanagementsystem (TMS), Volumenoptimierung

Logistik

Logistik umfasst die Planung, Steuerung und Durchführung von Waren-, Informations- und Materialflüssen entlang der gesamten Lieferkette. Sie verbindet Prozesse von Beschaffung, Transport, Lagerung, Umschlag und Distribution miteinander.

In der Logistik werden Güterströme organisiert, Daten verarbeitet und Ressourcen effizient eingesetzt. Moderne Logistikprozesse nutzen Technologien wie Automatisierung, Sensorik, digitale Systeme und Datenanalyse, um Abläufe transparent zu gestalten und kontinuierlich zu verbessern. Bereiche wie Intralogistik, Transportmanagement und Supply Chain Management ermöglichen die koordinierte Steuerung komplexer Warenbewegungen. Eine leistungsfähige Logistik bildet die Grundlage für zuverlässige Versorgungsketten und effiziente Geschäftsprozesse.

Praxisbeispiel:
Ein Logistikzentrum verbindet Wareneingang, Vermessung, Lagerung, Kommissionierung und Versand durch automatisierte Prozesse und digitale Informationsflüsse.

Siehe auch: Automatisierung, Digitalisierung, Intralogistik, Materialfluss, Supply Chain Management (SCM), Supply Chain Visibility, Transportmanagementsystem (TMS), Warenfluss

Logistikautomation

Die Logistikautomation bezeichnet den Einsatz automatisierter Systeme und Technologien zur Steuerung, Ausführung und Optimierung logistischer Prozesse. Sie reduziert manuelle Tätigkeiten und erhöht Effizienz, Qualität sowie Prozesssicherheit entlang der gesamten Logistikkette.

Zur Logistikautomation gehören unter anderem Fördertechnik, automatische Dimensionierungssysteme, Robotik, Sensorik sowie KI-gestützte Bildverarbeitung. Durch die Vernetzung dieser Technologien lassen sich Materialflüsse beschleunigen, Fehlerquoten reduzieren und Prozessdaten in Echtzeit erfassen. Moderne Automatisierungslösungen ermöglichen eine flexible Anpassung an steigende Sendungsmengen und bilden eine zentrale Grundlage für die digitale Intralogistik.

Praxisbeispiel:
In einem Distributionszentrum übernehmen Förderanlagen, DWS-Systeme und autonome Transportsysteme den automatisierten Transport, die Vermessung und die Sortierung von Tausenden Sendungen pro Stunde.

Siehe auch: Automatisierungstechnik, DWS, Fördertechnik, Industrie 4.0, Intralogistik, KI-gestützte Objekterkennung, Materialfluss, Robotik

LTL

LTL (Less Than Truckload) bezeichnet den Transport von Teilladungen, bei dem sich mehrere Versender den verfügbaren Laderaum eines Lkw teilen. Das Verfahren ermöglicht einen wirtschaftlichen Versand, wenn die Frachtmenge für eine Komplettladung nicht ausreicht.

Beim LTL-Transport werden Sendungen verschiedener Auftraggeber in Umschlagzentren konsolidiert und gemeinsam transportiert. Eine präzise Erfassung von Gewicht, Abmessungen und Frachtdaten ist entscheidend für die Tourenplanung, Frachtabrechnung und optimale Fahrzeugauslastung. LTL ist insbesondere im Stückgutverkehr weit verbreitet und trägt dazu bei, Transportkapazitäten effizient zu nutzen und Leerfahrten zu reduzieren.

Praxisbeispiel:
Mehrere mittelgroße Sendungen verschiedener Hersteller werden in einem Stückgutterminal zu einer gemeinsamen Lkw-Ladung zusammengeführt und anschließend auf einer regionalen Tour ausgeliefert.

Siehe auch: Frachtdaten, Frachtvolumen, FTL (Full Truckload), KEP-Unternehmen, Ladungssicherung, Logistik, Stückgut, Transportmanagementsystem (TMS)

Luftfracht

Luftfracht bezeichnet den Transport von Waren und Gütern mit Frachtflugzeugen oder im Frachtraum von Passagierflugzeugen. Sie ermöglicht besonders schnelle internationale Transporte und wird vor allem für zeitkritische, hochwertige oder empfindliche Sendungen eingesetzt.

Der Luftfrachtverkehr unterliegt strengen internationalen Vorschriften hinsichtlich Sicherheit, Gewicht, Abmessungen und Dokumentation. Automatisierte Vermessungs- und Gewichtserfassungssysteme unterstützen die Einhaltung dieser Anforderungen und liefern präzise Frachtdaten für Planung, Abrechnung und Beladung. Aufgrund der hohen Transportkosten spielt die optimale Nutzung des verfügbaren Laderaums eine entscheidende Rolle.

Praxisbeispiel:
Vor der Verladung werden Ersatzteile für ein Flugzeug automatisch vermessen und gewogen, damit sie den Vorgaben der Fluggesellschaft entsprechen und sicher auf einer Luftfrachtpalette verladen werden können.

Siehe auch: Frachtdaten, Frachtvermessung, Gewichtserfassung, IATA-konform, Konturprüfung, Ladungssicherung, Load Calculator, ULD (Unit Load Device)

LVS

Ein LVS (Lagerverwaltungssystem) ist eine Software zur Steuerung, Überwachung und Optimierung sämtlicher Prozesse innerhalb eines Lagers. Es verwaltet Bestände, Lagerplätze und Warenbewegungen und sorgt für transparente sowie effiziente Abläufe.

Ein Lagerverwaltungssystem koordiniert Wareneingänge, Einlagerungen, Kommissionierungen, Umlagerungen und Warenausgänge in Echtzeit. Durch die Anbindung an Scanner, DWS-Systeme, Fördertechnik und ERP-Systeme werden Prozessdaten automatisch erfasst und verarbeitet. Dadurch lassen sich Fehler reduzieren, Bestände präzise führen und Materialflüsse effizient steuern.

Praxisbeispiel:
Nach der automatischen Vermessung und Identifikation eines Packstücks weist das LVS diesem den optimalen Lagerplatz zu und steuert den anschließenden Einlagerungsprozess.

Siehe auch: Dimensionserfassung, DWS, ERP-System, Kommissionierung, Lager, Materialfluss, Warehouse Management System (WMS), Warenfluss